Neues aus dem Gemeinderat

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 21. Mai 2026

Ganztagsbetreuung Hegler Haus: Fokus auf Wärmepumpen und Infrastruktur 
Im Zentrum der Diskussion zum Hegler Haus standen die detaillierten Grundrisse sowie die Kostenplanung. Neben der Besprechung der Betreuungsplätze und der technischen Ausstattung wurde intensiv über das Heizungskonzept debattiert. Dabei wurden verschiedene Optionen von Pellet- über Hackschnitzel- bis hin zu Wärmepumpen geprüft. Insbesondere die Vor- und Nachteile Wärmepumpen standen im Fokus, wobei Aspekte wie Kühlmöglichkeiten und Geräuschentwicklung diskutiert wurden. Letztlich fiel die Entscheidung, das Konzept auf Wärmepumpen zu fokussieren.

Parallel dazu wurde über drei verschiedene Lüftungsvarianten beraten, die von dezentralen Lösungen bis hin zu einer Mischform aus zentraler und dezentraler Lüftung reichten. Eine Entschedung für eine Variante wird auf die nächste Sitzung vertagt.

In der Diskussion zu den Außenanlagen wies Gudrun darauf hin, dass diese bisher nicht berücksichtigt worden seien und im vorgestellten Konzept neu ist. Das Konzept erhalten die Räte im Nachgang zur Sitzung, weitere Entscheidungen zum Projekt folgen am 11. Juni.

Bebauungsplan Königsberger Straße: Entscheidung für Variante für weitere Ausarbeitung  
Beim Bebauungsplan Königsberger Straße wurde sich für eine der vorgestellten Varianten entschieden, wobei insbesondere die Straßenführung und die Anbindung an Fuß- und Radwege thematisiert wurden. Kritisch wurde vonseiten einiger Räte die Höhe der Gebäude im Verhältnis zu den Nachbarn betrachtet.

Tina brachte konkrete Gestaltungsvorschläge ein und schlug vor, Walmdächer oder eine geringere Dachneigung zu nutzen, um die Verschattung auch im Winter zu reduzieren. Zudem regte sie eine Bündelung der Stellplätze für die Reihenhäuser an, etwa durch Kettenhäuser, sowie die Prüfung von Gemeinschaftsflächen beim Mehrfamilienhaus anstelle von Einzelgärten. Gudrun befürwortete die favorisierte Variante ebenfalls, insbesondere aufgrund der Ausrichtung der Firste und einer entschleunigten Straßenführung.

Verkehrsberuhigung: Rücknahme von 20 km/h in der Maximilian-Philipp-Strasse 
Ein kontrovers diskutierter Punkt war der Antrag der Freien Wähler auf eine Rücknahme der Geschwindigkeitszone 20 km/h in der Maximilian-Philipp-Strasse. Gudrun setzte sich deutlich für die Beibehaltung von 20 km/h ein, da dies die Sicherheit für Kinder und Senioren erhöhen und die Attraktivität der Außengastronomie steigern würde. Sie verwies auf die Gleichberechtigung im Straßenraum und die Position des Kinderparlaments, das für die geringere Geschwindigkeit plädiert. Sie erinnerte zudem an eine frühere Klausurtagung, auf der sich der Gemeinerat gemeinsam zum Ziel gesetzt hatte „so langsam wie möglich, so viel Gastro wie möglich, kleine Fußgängerzone, alle gleichberechtigt“ in diesem Bereich anzustreben.

Tina und hinterfragte hingegen den messbaren Vorteile von 30 km/h auf der kurzen Strecke von 355 Metern und schlug vor, nachdem der Beschluss erst Anfang 2025 gefasst wurde, einen weiteren Sommer abzuwarten bzw. einen Probebetrieb zu evaluieren.
Letztlich stimmte der Gemeinderat mit 16 zu 4 Stimmen dafür, die 30 km/h wieder einzuführen und die 20 km/h somit abzuschaffen – aus unserer Sicht ein großer Verlust für die Aufenthaltsqualität.

Weitere Beschlüsse 
Die Beratung und Beschlüsse zum Wasserpreis sowie zur Entschädigungssatzung ehrenamtlich tätiger Gemeindebürger wurde einstimmig beschlossen, die neue Strasse im Gewerbegebiet wird „Traunrieder Straße“ benannt.