Ottobeuren

Mit dem Rad von Dorf zu Dorf
Ottobeurer Grüne radeln von Ottobeuren über Attenhausen nach Sontheim

Von Ottobeuren Richtung Attenhausen – der Grünen OV hatte zur „Testfahrt“ geladen. Foto: Helmut Scharpf

Zum Wahlkampfauftakt der Grünen veranstalteten der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen Ottobeuren am 29.7. eine Radtour. Die Teilnehmer*innen, unter ihnen auch ein Mitglied des ADFC Memmingen und der Ottobeurer Bürgermeister German Friess, radelten auf der vielbefahrenen Straße zur Dampfsäg in Sontheim.

Nur ein lückenloses Wegenetz ist sicher und attraktiv

Der Ortsverband wollte mit dieser Aktion darauf aufmerksam machen, wie wichtig ein lückenloses Radwegenetz für die Verkehrswende und den Klimaschutz ist. Gerade auf dieser Strecke wäre ein Radweg dringend erforderlich, da waren sich die Radler*innen einig. Denn ständig wurden sie von schnellfahrenden Autos meist knapp überholt. „Nur durch einen Ausbau eines Radweges kann diese kürzeste Verbindung von Ottobeuren und Sontheim mit Bahnhof auch für Berufspendler attraktiv werden“, betonte die ebenfalls teilnehmende Fraktionssprecherin der Ottobeurer Grünen, Andrea Bitzer.

Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit

Schöner und deutlich entspannter wurde dann die Fahrt ab Attenhausen auf dem Radweg nach Sontheim, wo die Radler*innen am Infostand der Grünen empfangen wurden. Dort betonte eine Vertreterin der Sontheimer Grünen wie wichtig eine Zusammenarbeit der beiden Gemeinden wäre, um dieses Projekt zu verwirklichen. Zum Abschluss genossen alle das schöne Ambiente des Wochenmarktes und wählten zur Heimfahrt die deutlich ruhigere Strecke mit dem Umweg über Westerheim.

Riskante Überholmanöver: riskant vor allem für Radfahrer. Foto: Helmut Scharpf

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass eine Fahrt von Ottobeuren nach Sontheim alles andere, als lückenlos ist. Und genau das ist es, was wir brauchen. Fahrradfahren muss stressfrei sein, und vor allem ungefährlich. Nur dann kann das Fahren mit dem Rad eine Alternative zum Fahren mit dem Auto sein. Nicht nur als Freizeitspaß, sondern auch im Alltag, nicht nur nach Sontheim, sondern auch in Ottobeuren.


Mit dem Rad von Dorf zu Dorf: Fahrradtour von Ottobeuren nach Sontheim

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist deutlich geworden, dass Deutschland ein Fahrradland ist. Fahrradhändler und Hersteller verzeichnen einen nie dagewesenen Boom an verkauften Rädern, Städte wie München oder Berlin richten über Nacht Fahrradstraßen ein. Natürlich erst recht in Bezug auf den Klimaschutz ist das Fahrrad eine ideale Ergänzung zur dringend benötigten Verkehrswende.

Wichtig hierfür ist aber ein lückenloses Netz von Fahrradstraßen, Fahrradwegen und Radwanderwegen, dass das Fahrradfahren attraktiv und sicher macht. Das gilt im Individualverkehr genauso, wie als touristische Attraktion, in der Stadt genauso, wie auf dem Land.

Um zu zeigen, was heute schon geht und wo noch Lücken sind, veranstaltet der Ottobeurer Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen eine Radtour von Ottobeuren über Attenhausen, Ziel ist die „Dampfsäg“ in Sontheim mit ihrem Wochenmarkt und einem Infostand der Grünen. Los geht es am Donnerstag, 29. Juli 2021 um 16.00 Uhr. Treffpunkt für alle, die mitradeln wollen, ist der Parkplatz an der Ottobeurer Basilika. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Veranstaltung findet nur bei gutem Wetter und unter Beachtung der aktuellen Hygienebestimmungen statt.


Kommunalpolitischer Stammtisch mit Susanna Tausendfreund

Foto: Susanna Tausendfreund

Bei einem kommunalpolitischen Online-Stammtisch gab es spannende Informationen aus erster Hand: Susanna Tausendfreund ist in zweiter Periode Bürgermeisterin der 9000-Einwohner-Gemeinde Pullach, stellvertretende Landrätin, und Vorständin bei GRIBS. Als absolute Expertin in Sachen Kommunalpolitik gab sie den Teilnehmenden interessante Einblicke in ihr tägliches Geschäft als Bürgermeisterin.

Wichtig für eine erfolgreiche Arbeit des Rathauses sei es, die Leute mitzunehmen und gute Überzeugungsarbeit zu leisten, betont Susanna. Im Amt der Bürgermeisterin sei es ihr möglich, Dinge auch allein umzusetzen, wodurch sie viele Sachen voranbringen konnte. So ist in Pullach u.a. ein Klimaschutzmanager beschäftigt, es wurde eine Solarparkinitiative gestartet und die „Agenda 2030“ mit 17 Nachhaltigkeitszielen wird durch einen Lenkungskreis unterstützt. Ein Stück wertvoller Wald wurde erworben um ihn als Naturreservat aufzuwerten. Susanna brachte im Rahmen eines Geothermie-Projektes voran, die Hälfte des Wärmebedarfs der Gemeinde mit ökologischer Versorgung zu decken.

Bürgermeisterin für die Gesamtbevölkerung

Ihre ökologischen und sozialen Ziele als Grüne Bürgermeisterin zu verfolgen, macht Susanna viel Spaß. Aber, und das gehört natürlich dazu, ist es ihr wichtig, Bürgermeisterin für alle Bürger*innen von Pullach zu sein und wichtige Entscheidungen für alle gemeinsam mit den anderen Fraktionen umzusetzen.

Auf dem kommunalpolitischen Stammtisch empfiehlt Susanna, frühzeitig einen Kandidaten als grünen Bürgermeister oder Landrat*in aufzubauen. So könne man viel mehr erreichen als aus dem Instrument Gemeinderat heraus. Susanna weiß, wovon sie spricht: Bevor sie Bürgermeisterin wurde, war sie Gemeinderätin in Pullach. Sehr hilfreich für die kommunalpolitische Arbeit im Allgemeinen sei eine gute Vernetzung, wie zum Beispiel bei GRIPS oder der Petra Kelly Stiftung, so Susannas Empfehlung.

Expertenwissen einer Insiderin

Fragen, die die Teilnehmer*innen beschäftigte, beantwortete Susanna mit viel fundiertem Wissen aus dem Alltag.

Das Feld einer Bürgermeisterin ist weit gestreut und Susanna macht deutlich, dass ein erfolgreiches Arbeiten nur Hand in Hand mit einer guten Zusammenarbeit mit der Verwaltung geht. Auf viel Interesse stieß das Miet-Radel-Projekt des Landkreises München, bei dem sich Pullach beteiligt und mit fünf Mietstationen im Ortsgebiet gut bestückt ist.

Abend für alle ein Gewinn

So war der Abend für alle teilnehmenden Kommunalpolitiker*innen ein großer Gewinn, denn mit den Tipps und Handlungsmöglichkeiten einer so erfolgreichen und erfahrenen Kommunalpolitikerin, wird der eine oder andere OV, oder Gemeinderat in Zukunft leichter und mutiger mit neuen Ideen nach vorne gehen. Vielen Dank, liebe Susanna Tausendfreund, für die Informationen, Tipps, Deine Zeit und die Inspirationen.


Blühwiese anlegen – Anleitung und Tipps

Eine Blumenwiese ist nicht nur ein Hingucker in jedem Garten, sondern auch ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere und Insekten. Wie du eine pflegeleichte Blumenwiese anlegst, erfährst du hier. 

Welche Pflanzen eignen sich?

Für eine artenreiche und insektenfreundliche Blumenwiese eignen sich vor allem heimische Wildpflanzen. Exotische Pflanzen sind oft keine geeigneten Futterquellen, damit kann die heimische Tier- und Insektenwelt nicht viel anfangen. 

Bei der Wahl der Samen solltest du also darauf achten, dass es sich möglichst um regionales Bio-Saatgut heimischer Pflanzen handelt. Du kannst dabei entweder auf spezielle Saatgutmischungen zurückgreifen. Überlege Dir vor dem Kauf der Samen, welcher Standort (sonnig, halbschattig oder schattig) für Deine Blumenwiese in Frage kommt und kaufe dann eine entsprechende Samenmischung. Nachdem du den Standort deiner Blumenwiese gewählt hast, folgen weitere Schritte.

Fläche ausmessen

Die Größe der Blumenwiese entscheidet darüber, wie viel Saatgut du brauchst. Wenn du eine Blumenwiese neu anlegen möchtest, reichen fünf bis zehn Gramm Saatgut je Quadratmeter. Grundsätzlich gilt, lieber zu viel als zu wenig aussäen, denn Wildblumen haben nicht die stärkste Keimfähigkeit.

Boden vorbereiten

Wenn du deine Blumenwiese im Rasen anlegen möchtest, musst du die Fläche zunächst vorbereiten, sprich den Rasen abtragen und den Boden abmagern, Als Faustregel kann gelten, 1:3 (1 Drittel Nährstoffreicher Boden 2 Drittel magerer). Das ist nötig, weil der Nährstoffgehalt von Rasenboden oft sehr hoch ist. 

  • Du trägst den Rasen am besten ab, indem du die Grasnarbe mit einem scharfen Spaten abschälst.
  • Grabe den Boden dann um und zerkleinere dabei größere Erdklumpen. 
  • Mische etwas Sand unter die Erde, um den Nährstoffgehalt zu senken. 
  • Ebne die Fläche mit einem breiten Rechen und verdichte sie anschließend, indem du sie mit dem Spaten anklopfst. Raue die Fläche danach wieder mit einer Harke etwas auf. 
Am Haus Pfiffikus entsteht eine Blühwiese. Stefan Friede bei der Aussaht.

Aussäen

Die beste Zeit zum Aussäen ist zwischen März und Mai. 

  • Vermische das Saatgut mit etwas Sand oder Sägespäne. Dieses Füllmaterial macht es leichter, das Saatgut zu verstreuen und du erkennst, wo du schon Saatgut ausgeworfen hast. 
  • Laufe langsam über die Fläche und verteile das Saatgut mit weitem Schwung. So deckst du eine große Fläche ab. Achte darauf, nicht das gesamte Saatgut sofort zu verteilen. 
  • Übrig gebliebenes Saatgut kannst du nämlich nutzen, um gegebenenfalls Lücken zu schließen. 
  • Klopfe anschließend die Erde mit dem Spaten fest. Das sorgt dafür, dass alle Samen von Erde umschlossen werden und gut keimen können.
  • Wässere das Saatbett großzügig und flächendeckend, sodass es gut durchfeuchtet ist. Nutze dafür am besten einen Schwenkaufsatz für deine Gießkanne oder den Wasserschlauch, um zu vermeiden, dass sich Pfützen bilden. 
  • Auch in den nächsten vier bis fünf Wochen solltest du die Erde gleichmäßig feucht halten, denn besonders zur Keimung benötigen die Pflanzen ausreichend Feuchtigkeit.

Um die Vögel vom Pickten der Samen abzuhalten, lohnt es sich, wehende Bänder oder Ähnliches aufzustellen. Weil die Samen feucht bleiben müssen, ist konsequentes Wässern ist gerade in den wärmeren Monaten sehr wichtig.


Solidarische Landwirtschaft: Online-Info-Abend mit der
Ökomodellregion-Günztal

Immer mehr Menschen möchten wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen, wie sie produziert werden und wer hinter diesen Produkten steht. Zwei Möglichkeiten um diese Fragen für sich beantworten zu können sind „Solidarische Landwirtschaft“ (SoLawi) und „Selbsterntegärten“. Aber was genau steckt hinter dem Konzept SoLawi? Wie wird diese praktisch für die Landwirtschaft und die Verbraucher*innen umgesetzt? Und was ist der Unterschied zu einem Selbsterntegarten?

In einer Online-Infoveranstaltung am 6. Mai 2021 informiert die Ökomodellregion Günztal gemeinsam mit der SoLawi Bamberg ab 19.30 Uhr über die Konzepte der Selbsterntegärten und SoLawis. Dabei gewährt uns die SoLawi Bamberg mit ihrem Gärtner praktische Einblicke und teilt mit uns ihre Erfahrungen. Herzlich eingeladen sind alle Interessierten aus der Landwirtschaft, Landbesitzer, Bürgerinnen und Bürger sowie Entscheidungsträger, die sich für eine regionale, nachhaltige Lebensmittelproduktion interessieren und einsetzen.

TERMIN
Donnerstag, 6. Mai 2021
19.30 Uhr


ANMELDUNG
Den Teilnahmelink zur Online-Veranstaltung über MS Teams erhalten Sie nach formloser Anmeldung unter
oekomodellregion@oberguenzburg.de
oder 0170-9170356.
Die Teilnahme ist kostenfrei.

ORGANISATORISCHES
Der Konferenzraum kann über die aktuellen Browser Microsoft Edge oder Google Chrome geöffnet werden. Für Apple-Nutzer empfiehlt es sich, die App herunterzuladen.
Bei technischen Fragen Ihr Euch vorab an die Veranstalter (siehe oben) wenden. Der Konferenzraum wird 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Bitte loggt Euch rechtzeitig ein, damit wir pünktlich starten können.


Veranstaltungen zum Weltfrauentag

Foto: João Galhanas/pixabay.com

Der Weltfrauentag ist nicht irgend ein Partytag, er ist ein Kampftag! So beginnt eine Rede von Claudia Roth zum Weltfrauentag 2020. Und dass der Kampf notwendig ist, zeigt die Realität. Jeden Tag. Überall auf der Welt.
Noch immer werden Frauen weltweit unterdrückt, haben weniger Teilhabe, bekommen weniger Lohn, dürfen nicht wählen, nicht arbeiten, nicht Auto fahren, werden ausgebeutet, geschändet und sexuell missbraucht. Noch immer sind Frauen in vielen Bereichen unterrepräsentiert. Und nur die gesetzlich verankerte Frauenquote sorgt überhaupt für etwas Chancengleichheit.

„Die Emanzipation ist erst dann vollendet, wenn auch einmal eine total unfähige Frau in eine verantwortliche Position aufgerückt ist.“

Heidi Kabel, Schauspielerin

Anlässlich des Weltfrauentages finden auch dieses Jahr viele Veranstaltungen um den 8. März statt – coronabedingt natürlich online.
Wir haben hier einige interessante Veranstaltungen für Euch zusammengestellt. Und nächstes Jahr treffen wir uns wieder Face to Face. Frauen und Männer.

WannWasVeranstalterInfos und Anmeldung
2. März 2021 | 19.00 UhrFrauen bewegen die WeltB90/Grüne Bundestagsfraktionzu den Infos
7. März 2021 | 17.00 – 18.00 Uhr„Queen of fucking everything“ – Lesung von Sabine AsgodmBeate Walter-Rosenmeier MdBE-Mail zur Anmeldung
6. März 2021 | 15.00 UhrFrauen zwischen Familie, Beruf und EhrenamtB90/Grüne Bad Neustadt/Aisch – Bad WindsheimAnmeldung zur Onlineveranstaltung
6. März 2021 | 19.00 UhrRecht im Netz – feministisch gedachtRechtsanwältin Anke Stelkens Anmeldung zumWebinar
8. März 2021 | 19.00 UhrInternationaler Frauentag! „Inspriring 8“Gleichstellungsstelle Stadt Kemptenmehr dazu
9. März 2021 | 19.00 UhrVon rosa Prinzessinnen zu Instafame
– Wie Geschlechterklischees Mädchen in ihrer Entwicklung einschränken
Gleichstellungsstelle Stadt Kemptenzur Anmeldung
8. März 2021 | 20.00 UhrBlaue Bücher, Rosa BücherB90/Grüne KV Starnbergmehr dazu
8. – 18. März 2021Frauen AktionstageGleichstellungsstelle Stadt Kemptenzum kompletten Programm
10. März | 2021Ein Mann ist keine Altersvorsorge!
Vortrag von Helma Sick
Gleichstellungsstelle Stadt Kemptenzur Anmeldung

Mütter unerwünscht. H&M baut 800 Stellen ab – auch Standort in Memmingen betroffen.

Stellenabbau bei H&M. Vor allem Mitarbeiter mit Kindern und in der Elternzeit, sollen ihren Job gegen eine Prämie aufgeben. H&M will so offenbar gezielt Mitarbeiter loswerden, die zu den Umsatzstärksten Zeiten, wie am Wochenende oder abends nicht arbeiten können. Neben vielen anderen, berichtet auch Business-Insider , dass H&M rund 800 Stellen abzubauen plant – vorzugsweise auf dem Weg, MitarbeiterInnen, die ihre Kinder betreuen, nach der Elternzeit nicht wieder einzustellen.

Foto: (c) allgäu.tv – Bildschirmfoto

Die Allgäuer Filialen in Kaufbeuren und Kempten sind laut allgäu.tv (Bericht hinder diesem Link) vorerst nicht betroffen, die Art und Weise, wie aber unter anderem in Memmingen vorgegangen wird, ist für die Gewerkschaft Ver.di ein Unding.

Aktuell berichtet Business-Insider in diesem Artikel, dass nicht nur Mitarbeiter in Elternzeit, sondern auch langzeiterkrankte Mitarbeiter vom Stellenabbau, den H&M „Freiwilligenprogramm“ nennt, betroffen sind. In diesem Programm können sich Mitarbeiter freiwillig für ein Ende des Arbeitsverhältnisses gegen die Zahlung einer Prämie entscheiden. Die Gruppen „Mitarbeiter in Elternzeit“ und „langzeiterkrankte Mitarbeiter“ werden in der Präambel des Freiwilligenprogramms explizit erwähnt. Auch Schwerbehinderte sind darin „anspruchsberechtigt“.

Ob es sich um ein echtes Freiwilligenprogramm handelt oder um den Versuch unproduktive Mitarbeiter aus dem Unternehmen zu drängen, mag im Auge des (jeweiligen) Betrachters liegen.

Hier nochmal der Link zum Beitrag von allgäu.tv: https://www.allgäu.tv/mediathek/video/muetter-unerwuenscht-hm-will-in-memmingen-stellen-abbauen/

Und der Link zum Artikel im Business-Insider: https://www.businessinsider.de/wirtschaft/handel/weitere-details-zum-stellenabbau-bei-hm-auch-langzeiterkrankte-mitarbeiter-und-schwerbehinderte-betroffen-b/


Die Gastronomie in Ottobeuren unterstützen!

Der harte Lockdown zwingt uns alle, anders zu leben. Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen stellen alles auf den Kopf. Dass Geschäfte, Hotels und Restaurants schließen müssen ist in erster Linie ein Schlag für die Inhaber.

In vielen der Ottobeurer Restaurants ist die Küche nicht kalt.

Wir können unsere Gastwirte und Lieblingslokale derzeit nicht besuchen aber wir können sie unterstützen. Auf der Homepage der Gemeinde Ottobeuren gibt es eine Liste mit Telefonnummern, Internetadressen und Speisekarten. Die Ottobeurer Grünen unterstützen die Arbeit der Gemeinde zu 100 Prozent!

HIER GEHT’S ZUR ÜBERSICHT DER OTTOBEURER RESTAURANTS

Ist der Lockdown jetzt richtig? Wahrscheinlich ja. Ist er gerecht? Wohl kaum. Unsere Gastwirte zu unterstützen ist vielleicht nicht viel aber immerhin etwas, was wir tun können. Danke an alle, die dieses Angebot nutzen.


Lichtverschmutzung – was ist das eigentlich?

Am 17. September ist „Earth-Night“. Ab 22.00 Uhr sind alle Menschen aufgerufen, auf so viel Kunstlicht wie möglich zu verzichten. Und das die ganze Nacht lang. Damit es nicht wie bei der Earth Hour nur eine Stunde, sondern eine ganze Nacht dunkel ist. Klar – ist symbolisch, aber es wenigstens eine Nacht lang mal dunkel zu haben, soll zeigen, wie wichtig die Dunkelheit ist.

Die Aktion will auf die exzessive Nutzung von nächtlichem Kunstlicht und seinen Folgen für Mensch, Umwelt und Natur aufmerksam machen. Sinnlos leuchtendes Licht ist pure Energieverschwendung und schadet dem Klima. Das ist bekannt.

Informationen vom Fachmann

Über die vielen nicht ganz so bekannten Facetten der Lichtverschmutzung hat Robert Blasius am vergangenen Samstag informiert. Aber was passiert eigentlich, wenn es nicht dunkel wird, wenn die Nächte hell bleiben? Unter zu viel Kunstlicht leiden Pflanzen, Tiere und ja, auch der Mensch. Am Infostand der Grünen auf dem Ottobeurer Marktplatz, erzählt Robert interessierten Bürgern von Insekten, deren Bestäubungsleistung durch helle Nächte gestört wird, in folge dessen dann auch die Pflanzen leiden. Auch das Brutverhalten von Vögeln ist gestört.

Wir Menschen finden durch zu viel Licht, keinen gesunden Schlaf. Folgen sind unter anderem Stress, Herz-Kreislauf-Störungen, Bluthochduck und vieles mehr. Und was kann man tun? Im Prinzip Licht vermeiden. Wer seinen Garten oder sein Haus beleuchten will, sollte darauf achten, welche Leuchten er benutzt. Im Großen und ganzen gilt: je gelber, desto besser, ab 22.00 Uhr die Leuchten ausschalten und den Garten am besten nur zur Orientierung beleuchten.

All das hält Insekten vom Haus fern, schützt nachtaktive Lebewesen und spart natürlich auch Energie. Und der Sternenhimmel ist dann auch viel besser zu sehen.

Auch viele Gemeinden engagieren sich mittlerweile gegen Lichtverschmutzung und passen unter anderem ihre Straßenbeleuchtung an. Auch in Ottobeuren ist da schon viel passiert, aber auch Gutes kann ja noch besser werden.

Auf Seite 47 im „Astroamateur“ findet Ihr Roberts Artikel zur Lichtverschmutzung. Mehr Informationen zum Thema gibt es bei den „Paten der Nacht“ und hier gibt es mehr zur Earth Night 2020


Flächenfraß und noch mehr Billig-Billig in Ottobeuren?

Der Discounter NORMA möchte hier an die Stephansrieder Straße ziehen.

„Umzugspläne sorgen teils für Stirnrunzeln“. So war der Artikel in der Memminger Zeitung überschrieben, der von der letzten Gemeinderatssitzung erzählte. Dabei ging es um den Umzug des Discounters Norma und des Getränkemarktes Fristo.

Damit daraus etwas werden kann, muss der gewünschte Standort als Sondergebiet ausgewiesen werden. Das bedeutet ein erneuter Flächenfraß in Ottobeuren für einen Discounter, den es schon gibt, und Flächenversiegelung für über 100 Parkplätze. Stirnrunzeln? Ja: Die Ottobeurer Grünen haben geschlossen gegen dieses Projekt gestimmt und das haben auch Mitstreiter aller anderen im Rat vertretenen Fraktionen getan. Leider sieht die Mehrheit im Gremium einen Neubau mit einer Größe von fast 1500 Quadratmetern nicht so kritisch. Das ist nicht nur aus umweltpolitischen Gründen schade.

Eintönige Billig-Läden statt Ortsbelebung

Wieder einmal versäumt es die Gemeinde so auch, die Belebung des Ortes durch eine bunte Mischung von Geschäften voranzutreiben. Im Gegenteil. Sollten Norma und Fristo an den gewünschten Standort an der Stephansrieder Straße umziehen, bleibt der bisherige Discounter stehen. Bis zum Jahr 2038 bleibt Norma der Mieter des Objektes und wird sich nach einem Untermieter umsehen. Billigläden à la „TEDI“ oder „Action“ werden das wohl eher sein, als ein nachhaltiges Geschäft mit regionalen und saisonalen Bioprodukten.

Anstatt sich also für die Belebung zum Beispiel der Bahnhofstraße zu engagieren, wird hier die grüne Wiese so langsam zum Einkaufs-Mittelpunkt. Die Gemeinde legt, wie so oft, die Hände in den Schoß und gibt die Verantwortung ab.

Umwelt- und Klimapolitik schwer nachvollziehbar

Kaum zu verstehen, dass die Bürger aufgefordert sind, mit Einkaufsgutscheinen in den Ottobeurer Läden regional einzukaufen, und gleichzeitig Geschäfte vor die Nase gesetzt bekommen, die das genaue Gegenteil bedeuten.

Auch schwer nachvollziehbar, dass die selbe Gemeinde den Kauf von Fahrradhängern und Transportfahrrädern fördert (was gut ist!), aber gleichzeitig einen Parkplatz für über 100 Autos abnickt.

Die unnötige Erweiterung des Gewerbegebietes stellt aus Sicht der Ottobeurer Grünen einen verantwortungslosen Umgang mit der Fläche und nebenbei bemerkt auch des Ortsbildes dar. Die Läden, die wohl in das jetzige Norma-Gebäude einziehen, sind weder notwendig, noch besonders attraktiv und die Geschäftsinhaber im Ort werden davon kaum profitieren.

Deshalb sagt der Ottobeurer Ortsverein von Bündnis90/Die Grünen eindeutig „nein“ zu diesem Vorhaben der Gemeinde. Und das nicht nur teils stirnrunzelnd.


OV-Treffen im AKZ in Eldern

im Wintergarten des AKZ ist genug Platz. Für Anstand und Abstand.

Klar. Abstand bleibt weiterhin wichtig. Corona ist noch da und wird unseren Alltag auch weiterhin durcheinander bringen. Aber trotz aller Online-Möglichkeiten, wie Zoom-Parteitage oder Skype-OV-Treffen, wollten wir uns mal wieder sehen. In echt.

Und so haben wir uns im Garten des Anti Gewalt Kompetenzzentrums in Eldern getroffen. Und es gab einiges zu besprechen, die Einladung war voll mit den bekannten „TOPs“ und der letzte Punkt „sonstiges“ ist ja auch immer noch da. Zu Beginn halten die Freunde aus Kreistag und Gemeinderat den OV immer auf dem Laufenden, dafür ein herzliches Dankeschön.

Andererseits tüftelt der OV an den Themen, die uns auch schon im Wahlkampf wichtig waren. Ein wichtiger Punkt war es Ottobeuren Lebens- und Liebenswerter zu machen. Der praktisch nicht vorhandene Wochenmarkt gehört da genauso dazu, wie ein sicherer Schulweg für unsere Kinder, ein Thema, an dem sich schon seit mehr als 30 Jahren viele tolle Menschen abarbeiten. Jetzt wird es Zeit für Konkretes. Zu beiden Themen, wurden inzwischen Arbeitsgruppen gegründet. Auch ein Frauenstammtisch hat sich gegründet, der sich Frauen- und Gleichstellungsthemen auf die Fahnen geschrieben hat. Gut so. Wir freuen uns auf unser nächstes Treffen. Online, aber gerne auch wieder „in echt“.


Wieder Förderung von Lastenfahrrädern und Batteriespeichern möglich

Bild: (c) Babboe Herstellerhomepage

Der grüne Faden ist schon zu sehen: Andrea Bitzer, grüne Umweltreferentin ist auch Mitglied des neuen Ottobeurer Energieteams. Das hat jetzt einstimmig beschlossen, die Klimaschutzpolitik der Marktgemeinde weiter zu unterstützen und mit neuen Ideen und Aktivitäten voranzutreiben.

So gibt es auch Neuauflagen bewährter Unterstützungen, mit denen Euch bei Euren Beiträgen zum Klimaschutz unter die Arme gegriffen werden kann.

Zum einen, soll das Radfahren mit barem Geld noch interessanter werden: 100 Euro Zuschuss von der Gemeinde gibt es beispielsweise für Fahrradanhänger und besonders Lastenfahrräder können in einem Ort, wie Ottobeuren zu einer echten Alternative werden. 250 Euro gibt es für ein Lastenfahrrad dazu, der Kauf eines Lastenrades mit Elektromotor wird mit 500 Euro gefördert. Den Förderantrag dazu findest Du HIER.

Auch das Förderprogramm für Energiespeicher wurde neu aufgelegt: 100 Euro gibt es pro kWh Speicherkapazität. Den Förderantrag kannst Du HIER runterladen.


Der Kleine Parteitag der bayerischen Grünen findet 2020 zum ersten Mal online als Digitaler Parteitag statt.

Zum ersten Mal findet der kleine Parteitag der bayerischen Grünen nur im Netz statt. Corona ist natürlich der Grund und auch eins von vielen wichtigen Themen, die wir besprechen müssen. Dazu gibt es einen aktuellen Initiativantrag vom Landesvorstand

Alle Informationen und Anträge zum digitalen Parteitag findest Du HIER.

Digitaler Parteitag im Livestream

Am Samstag 11. Juli ab 13 Uhr senden wir den Digitalen Parteitag live hier auf www.gruene-bayern.de sowie auf dem YouTube-Kanal der Landesgrünen und auf der Facebook-Seite.


Der hohe Preis fürs billige Fleisch

© imago images / Rainer Weisflog / gruene.de

Schon wieder ein Corona-Ausbruch, schon wieder bei einem Fleischverarbeiter! Bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind inzwischen 1000 Infektionen bekannt geworden. Der Vorfall zeigt nicht nur, was falsch läuft in der Agrarindustrie sondern auch, dass neben den Tieren und der Umwelt auch die Menschen unter den katastrophalen Zuständen leiden. Die Grünen fordern von der Bundesregierung: Jetzt ihren 7-Punkte-Plan umzusetzen und die Fleischindustrie vom Kopf auf die Füße zu stellen!

Die sieben Punkte:

  1. Keine Ausbeutung über Subunternehmen
  2. Arbeitsschutz – Arbeitgeber*innen haften für alle, die im Betrieb arbeiten
  3. Menschenwürdige Mindeststandards für Unterkünfte
  4. Betriebsrat für alle
  5. Regelmäßige Kontrollen
  6. Mindestpreis für tierische Produkte
  7. Mehr Tierwohl, finanziert durch einen Tierschutzcent

Hier findest Du nähere Erklärungen zu den 7 Punkten. Hier kannst Du den Appell unterzeichnen.


Wie gegen Verschwörungsmythen argumentieren?

Wir alle kennen die teils kruden Theorien, die sich um die Coronapandemie und die damit zusammenhängenden Einschränkungen ranken. Wir alle haben Menschen mit extremen Ansichten, die auf den sogenannten „Hygienedemos“ verbreitet werden, schon im Fernsehen oder im Internet gesehen. Aber viele von uns sind auch schon in Gesprächen mit Familienmitgliedern, Freunden, Nachbarn in Erklärungsnöte geraten. Was also tun, um Verschwörungsmythen zu entmachten?

„Du bist doch bei der Presse, ich muss Dich mal was fragen. Was hältst Du von der Maskenplicht und vom Impfzwang, den die Regierung vor hat?“ Das fragte mich ein Nachbar neulich. Ja, was soll man da sagen? Wie meint er die Frage überhaupt? Warum fragt er mich als Journalist und nicht als Nachbar. Will er einfach nur meine Meinung wissen oder schwingt da Kritik an der systemgesteuerten Mainstream-Presse mit? Oder bin ich da schon zu dünnhäutig? Klar. Ich weiß auch nicht alles. Ich weiß nicht genug, um mich mit Fachleuten zu streiten. Ich weiß aber genug, um das Tragen von Masken im öffentlichen Raum zu akzeptieren und ich weiß genug zu wissen, dass es keinen Impfzwang gibt (weil es schlicht und einfach keinen Impfstoff gibt). Sich zumindest etwas auskennen schadet nie, wenn man diskutieren will, aber das Thema ist doch eigentlich: Wie rede ich mit Menschen darüber, die verschwörungstheoretische Unwahrheiten in die Welt setzen, die ich mag und auch später noch mögen will?

Das ist genau so einfach, wie sich gegen Alltagsrassismus im engsten Freundes- und Familienkreis zur Wehr zu setzen: nämlich gar nicht! Es ist schwer. Man muss Grenzüberschreitungen klar benennen. Das ist wahrscheinlich sogar das schwerste daran. Man muss aufklären. Und ohne Faktenkenntnis geht es dann auch nicht, wenn man überzeugen will. Man sollte sich seriösen Quellen bedienen (die gibt’s), und die unseriösen Quellen somit entzaubern. Auch die Politik muss bei diesem Thema voran gehen und das tut sie auch. Im Grünen Netz gibt es Argumentationshilfen, auch Katharina Schulze hat sich HIER Gedanken gemacht über die aktuelle Lage, die Menschen, die da mitmischen und, was Politik dagegen in der Hand hat.


Erster Grüner als Dritter Bürgermeister für Ottobeuren

Unsere grünen Gemeinderätinnen Andrea und Simone und unser grüner Gemeinderat Marc sind seit der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderats gestern Abend vereidigt und somit offiziell in ihrem Amt. Außerdem freuen wir uns riesig, dass Marc Michels zum dritten Bürgermeister gewählt wurde!

Wir gratulieren allen herzlich und wünschen viel Spaß, Kraft und ein gutes Händchen. Ein toller Auftakt, der uns alle freut und zuversichtlich macht!

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Ab jetzt immer für euch erreichbar!

Damit sowohl der Ortsverband als auch unsere frisch gewählten Gemeinderatsmitglieder immer für euch erreichbar sind, haben wir folgende Email-Adressen eingerichtet:

Für alles, was unsere Gemeinderatsmitglieder betrifft: gemeinderaete@gruene-ottobeuren.de

Für alles, was den Ortsverband betrifft: ortsverband@gruene-ottobeuren.de

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Danke!

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Unser Wahlkampf in Bildern

Der Wahlkampf war anstrengend, aufregend, schön und eine wertvolle Erfahrung. Wir haben viel geredet, debattiert und gemeinsam ein Wahlprogramm erstellt. Ohne Bilder ist so ein Wahlkampf nichts. Hier noch für kurze Zeit die Bilder unserer Social-Media-Kampagne.



 
Da kam doch einiges zusammen und ein paar echte Oldies waren auch dabei! Danke an alle Handy-Spender, die uns trotz des winterlichen Wetters am Wahlstand besucht haben!

Vortrag zum Weltfrauentag

Der Vortrag von Frau Wosnitzka am Internationalen Frauentag war sehr spannend, interessant und erhellend. Circa ein Dutzend Zuhörer*innen verfolgten auch aufmerksam den einführenden Worten von Andrea Link, Kandidatin der Grünen Liste, und Organisatorin der Veranstaltung:

„Ich begrüße Sie ganz herzlich zu unserer Veranstaltung zum 08.März, dem internationalen Frauentag. Ich freue mich, dass Sie Interesse an unserer Veranstaltung haben. 

Der Frauentag ist auch bekannt als „Frauenkampftag“. Dieses Wort entspricht mehr dem ursprünglichen Geist des internationalen Frauentags. Schon vor dem ersten Weltkrieg entstand die Idee für einen Frauentag. Damals war er noch geprägt von den Kämpfen, welche die Frauen für Ihr Wahlrecht und Gleichberechtigung führten. 

Wir in unserem westlichen Kulturkreis haben schon vieles erreicht. Frauen haben das Wahlrecht, und in unserem Grundgesetz ist mit Artikel 3 die Gleichberechtigung fest verankert. Vermehrt werden Stimmen laut, die behaupten: „Jetzt wäre doch endlich mal genug mit Gleichberechtigung.“ Doch ist das wirklich so? Wie sieht es mit gelebter Gleichberechtigung bei uns aus? 

Der Begriff „Gender pay gap“ ist inzwischen jedem ein Begriff. Frauen verdienen immer noch weniger Geld als Männer. Berufe, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten, werden insgesamt schlechter bezahlt. Für die Arbeit in anderen Berufszweigen erhalten Frauen oft weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Trotz Berufstätigkeit verrichten Frauen immer noch einen viel größeren Anteil an Care-Arbeiten als Männer, die berufstätig sind. Für diese Tätigkeiten gibt es keinen finanziellen Ausgleich für Frauen, der sich in irgendeiner Weise in den Rentenansprüchen widerspiegeln würde. Care-Arbeiten bilden die Basis für unser Zusammenleben. Deshalb ist es notwendig, dass jeder die gleiche Verantwortung für Fürsorgearbeiten trägt und sich alle daran beteiligen. 

Durch die verstärkte Übernahme von Care-Arbeiten wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen zu einer Herausforderung, die oft nur schwierig zu organisieren ist. Es fehlt oft die dafür erforderliche Unterstützung in Form von flexiblen Betreuungsmöglichkeiten oder durch Väter, die immer noch viel weniger an Elternzeit nehmen. Verstärkt wird dies durch Rollenbilder in den Köpfen, die längst überwunden sein könnten. Gut ausgebildete Frauen stecken deshalb noch zu häufig beruflich zurück. Mit der Folge von Altersarmut oder finanzieller Abhängigkeit von einem Partner.

Frauen erfahren auch in unserer Gesellschaft noch Gewalt, weil sie Frauen sind. In Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert, insbesondere wenn es darum geht, dass

  • sie als Expertinnen wahrgenommen werden
  • ihre Leistungen sichtbar gemacht und gewürdigt werden
  • sie Führung übernehmen.

Unsere Geschichte wurde von Männern geschrieben. Die Geschichtsbücher sind voller Helden und ihren Heldentaten. Von Frauen, ihrem Wirken und ihren Leistungen erfahren wir oft wenig. Dennoch hat es sie gegeben.

Deshalb hat Frauenkampftag noch immer seine Berechtigung. Gerade in einer Zeit in der Maskulinistenbewegungen, Rechtsextreme, Rechtspopulisten und religiöse Fundamentalisten Frauenrechte wieder in Frage stellen. Genau da ist es wichtig, als Frau sichtbar zu werden, sichtbar zu bleiben und für sich selbst einzustehen. Sich nicht zurückdrängen zu lassen. Auch wenn es bedeutet, dafür wieder auf die Straße zu gehen. 

Doch es geht nicht nur um uns Frauen hier in unserem Kulturkreis. Weltweit erfahren Frauen noch viel Diskriminierung und Gewalt, weil sie Frauen sind. Sie haben wenig oder gar keinen Zugang zu Bildung. Sie verfügen keine eigenen Ressourcen. Sie werden früh verheiratet und müssen sich um andere kümmern oder werden erst gar nicht geboren, weil sie weiblichen Geschlechts sind. Sie leben in gesellschaftlichen Systemen, die sie ausbeuten, sexuelle Dienstleistungen für existenzielle Güter fordern und erfahren als Frau weniger Wertschätzung als ein Mann. 

Durch den Klimawandel verschlechtert sich die Situation für Frauen zusätzlich. Der Kampf um Ressourcen führt zu Gewalt und Krieg. Viele Frauen sind auf der Flucht. Krieg bedeutet auch immer einen Anstieg an Gewalt gegen Frauen. Klimawandel zu stoppen, bedeutet Frauen zu stärken. 

Gelebte Gleichberechtigung haben aber auch wir hier nur dann, wenn diese nicht nur in unseren Gesetzen steht, sondern auch in unseren Köpfen und unseren Herzen lebendig ist. Und sich dann in unserem Alltag widerspiegelt. Deshalb ist es wichtig, dass Frauen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sichtbar sind, sich willkommen fühlen und es ihnen ermöglicht wird, präsent zu sein. Damit auch ihre Leistungen die Würdigung erfahren, die sie verdienen. Diese Sichttbarmachung ist ein Puzzleteil gelebter Gleichberechtigung. […]“

Susanne Wosnitzka (links) und Andrea Link (rechts). Foto: Helmut Scharpf
Internationaler-Frauentag-2020-2

Komponistinnen – wirklich eine „seltene Spezies“?
Jeder kennt Haydn, Mozart, Beethoven – es braucht nur den Nachnamen, um zu wissen, woran man ist. Aber wer kennt Mayer, Boulanger, Strozzi? Wir sind umgeben von Kunst, Kultur und Musik, aber wessen Kultur erleben wir eigentlich, wenn wir bewusst oder unbewusst davon umhüllt werden? Was davon nehmen wir wahr? Welchen Anteil hat die Frauenmusikgeschichte an der gesamten Kulturgeschichte? Welchen besonders die Komponistinnen?

Gehen Sie mit der Musikwissenschaftlerin Susanne Wosnitzka auf eine Zeitreise vom 8. Jahrhundert bis heute.
Susanne Wosnitzka M. A. studierte nach ihrer Ausbildung zur Tischlerin und Möbelrestauratorin Musikwissenschaft (HF), Kunstgeschichte, Klass. Archäologie und Europ. Ethnologie/Volkskunde (NF) an der Universität Augsburg, entwickelte dort aus Mangel an Lehre auch über Komponistinnen ihre eigene Vortragsreihe, arbeitet heute freischaffend u. a. für das Archiv Frau und Musik in Frankfurt/Main und ehrenamtlich im Vorstand von musica femina münchen und verfasst derzeit ihre Dissertation über die Musikgeschichte einer historischen Augsburger Gaststätte zur Mozartzeit. 
Copyright Fotografin: (c) Edith Schmidt gen. Steinhoff | Komponistinnenleiste: (c) Susanne Wosnitzka

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Lichtverschmutzung: Wenn die Nacht nicht mehr dunkel wird

Vortrag von Robert Blasius, einem der Mitglieder unseres Ortsverbands!

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Brezen backen mit den Grünen!

Eine tolle Veranstaltung mit ca. 30 Erwachsenen und Kindern, leckeren Backwaren und guten Gesprächen. Ein Beispiel dafür, wie öffentliche Treffpunkte im Ort Menschen miteinander ins Gespräch und verbinden können. Backen und schnacken eben!

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Wetten dass,…?!

In der Audio-Datei unten erklärt euch Boris die Wette! Seid ihr mit dabei?

Eine weitere Aktion, die großen Spaß gemacht hat. „Leider“ haben wir unsere Außenwette verloren, da insgesamt 90 Radler und Radlerinnen mit dem Rad zur Zählstation am Anno Domini gekommen sind! Darunter auch prominente Unterstützer, wie unser grüner Landratskandidat Daniel Pflügl. Danke, Daniel, für deine Unterstützung und danke an alle, die da waren und gezeigt haben, dass Ottobeuren radelt!

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Frauen wählen keine Frauen! Oder doch?!

Mit mehr als 40 fast ausschließlich weiblichen Besucher*innen war der fraktionsübergreifende Abend zu Themen wie Frauenwahlrecht, die Beteiligung von Frauen in Politik und Ehrenamt sowie das Wahlverhalten von Frauen im Vergleich zu Männern ein voller Erfolg.

Die Organisatorinnen haben sich sehr über das rege Interesse und den offenen Austausch aller Frauen gefreut und stellten übereinstimmend fest, dass mehr weibliche Beteiligung in der Politik dringend erforderlich ist. Im Übrigen wählen Frauen sehr wohl Frauen, wenn sie denn kandidieren. Wir danken allen fürs Kommen und ganz besonders Sandra Baumberger für die tolle Moderation!

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Politischer Aschermittwoch mit Robert Hobeck

Im Bus sind noch Plätze frei! Abfahrt um 18 Uhr am Basilika-Parkplatz. Anmeldung unter 0157-76432673. Wir freuen uns auf euch!

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Ehrung für Doris Kienle bei Kreisversammlung

Standing Ovations gab es am Sonntag bei der Kreisversammlung für Doris Kienle, die sich 30 Jahre lang für grüne und gerechte Politik in unserem Landkreis eingesetzt hat. MdB Ekin Deligöz würdigte ihren Einsatz mit passenden Worten. Tausend Dank, liebe Doris!

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Triff‘ die Grünen – Wahlkampfstand

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Erfolgreiche Auftaktveranstaltung!

Gestern Abend haben unsere sieben Kandidat*innen sich selbst und unsere Ideen für ein grüneres Ottobeuren vorgestellt. 
Die Auftaktveranstaltung war spitze und hat viel Spaß gemacht! Volles Haus, tolle Musik von Beppo Haller und der Besuch unseres Landratskandidaten Daniel Pflügl haben den Abend perfekt gemacht. Danke an alle, die da waren und an das Team vom Café Heinz für die Bewirtung!

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„We love Bikes“ – Rosen für Radler!

Valentins-Aktion von den Ottobeurer Grünen: Fleißige „Biker“ durften sich am 14. Februar über Blumen freuen!

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Hier kannst Du uns kennenlernen – Unsere Termine:

19. Februar – 19.00 Uhr – Café Heinz
Die Ottobeurer Kandidaten für den Gemeinderat
und unser Landratskandidat Daniel Pflügl, stellen sich und ihre Ideen vor.
20. Februar – 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr – Wochenmarkt
Triff uns am Wahlkampfstand
22. Februar – 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr – Kleiner Marktplatz
Triff uns am Wahlkampfstadt
26. Februar – 18.00 Uhr bis 22.00 Uhr – Basilikaparkplatz
Busfahrt zum politischen Aschermittwoch mit Robert Habeck in Sulzberg.
Anmeldung unter 0157-764 32 673
27. Februar – 19.30 Uhr – Café Heinz
Frauen wählen keine Frauen – oder doch?
Parteiübergreifender Themenabend für Ottobeurerinnen.
29. Februar – 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr – Anno Domini
Die Ottobeurer Fahrradwette – Fahrradsternfahrt mit Landratskandidat Daniel Pflügl.
1. März – 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr – Backhäusle Ollarzried
Backen und Schnacken
4. März – 19.30 Uhr – Volkssternwarte Ottobeuren
Lichtverschmutzung – wenn die Nacht nicht mehr dnkel wird.
Vortrag von Robert Blasius.
7. März – 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr – Feneberg
Triff uns am Wahlkampfstand – und bring Dein altes Handy mit
8. März – 10.00 Uhr bis 12.00 – Café Heinz
Weltfrauentag mit Susanne Wosnitzka
14. März – 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr – Hasebäck
Triff uns am Wahlkampfstand.

Lern‘ die Ottobeurer Grünen kennen!

Sieben gute Gründe für Grün in Ottobeuren! Das sind: Andrea Bitzer, Boris Weltermann, Simone Gahm, Marc Michels, Johanna Glogger, Gerald Freymann und Andrea Link. Die Kandidaten für den Ottobeurer Gemeinderat stellen sich vor: Am 19. Februar um 19.00 Uhr im

Café Heinz – Memminger Straße 2 – Ottobeuren

Wir freuen uns auf Euch und Eure Fragen an einem Abend mit politischen Gesprächen und Live-Musik von Beppo Haller!

Und wir freuen uns auf den Besuch unseres Landratskandidaten Daniel Pflügl!

Das sind wir von links nach rechts: Johanna Glogger, Gerald Freymann, Simone Gahm, Boris Weltermann, Andrea Link, Marc Michels, Andrea Bitzer.
Foto: Kai Stückmann

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Vortrag zum Thema „Lichtverschmutzung“

Emissionen sind seit langer Zeit ein großes Thema: Ob im Autoverkehr, in der Industrie oder auch bei Flugreisen oder Kreuzfahrten, inzwischen ist es vielen Menschen wichtig, „was hinten raus kommt“.
Es gibt aber auch Emissionen, die nicht aus dem Auspuff oder dem Kamin kommen: dazu gehören beispielsweise Lärm- oder auch Licht-Emissionen. Licht-Smog, der unsere Nächte nicht mehr richtig dunkel werden lässt. Ein Problem für Tiere, Umwelt und letzten Endes auch für uns Menschen.

Fraktionsübergreifend mit der Freien Wählervereinigung Ottobeuren e.V. und Bündnis90/Grüne Ottobeuren informiert Robert Blasius an der Volkssternwarte Ottobeuren über das Thema Lichtverschmutzung, was die Auswirkungen für Flora, Fauna und letztlich auch für uns Menschen sind und was jeder einzelne dagegen tun kann.

Wann und wo: 4. März 2020, 19.30 Uhr Volkssternwarte Ottobeuren

Der Eintritt ist frei.

Anfahrt zur Sternwarte

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Erste Grüne Liste für Ottobeurer Kommunalwahl 2020

Am 9.12.2019 fand die öffentliche Aufstellungsversammlung des Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen in Ottobeuren statt. 15 Mitglieder und Kandidat*innen stellten in gemütlichem Ambiente die erste Liste des noch recht jungen Ortsverbandes für die Kommunalwahl 2020 auf. Der Wille mitzugestalten, zu verändern, neue Blickwinkel zu bieten – das ist die Triebkraft, die die jungen Kandidaten*innen antreibt, im Gemeinderat Verantwortung übernehmen zu wollen. Gemeinsam wollen sie dazu beitragen, Ottobeuren für Alt und Jung offen, sozial, klimaschützend und blühend zu gestalten.

Besonders freut sich der Ortsverband über das große weibliche politische Engagement. Auf der ersten Grünen Liste treten in folgender Reihung an: Andrea Bitzer, Boris Weltermann, Simone Gahm, Marc Michels, Johanna Glogger, Gerald Freymann und Andrea Link.

Wir gratulieren allen herzlich und freuen uns sehr über diese tolle Liste!

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28.09.-05.10.2019: Aktionswoche „No Plastic Fantastic“

Die Aktionswoche „No Plastic Fantastic“ wird veranstaltet vom Arbeitskreis „Gutes Klima Ottobeuren“ und besteht aus verschiedenen Vereinen, dem Ottobeurer Einzelhandel und der Gastronomie sowie dem OV Bündnis 90/Die Grünen und wird von Bürgermeister Herrn Fries unterstützt.
Im Rahmen der Aktionswoche finden verschiedene Aktionen statt, um das Problem Plastik aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten, Alternativen aufzuzeigen und Konsumenten dabei zu helfen, das eigene Einkaufsverhalten zu überdenken.

Samstag, 28.9: Plogging-Auftaktveranstaltung organisiert und durchgeführt vom Leichtathletikverein Ottobeuren, 
Treffpunkt Maibaumwiese, 10 Uhr
Bitte Handschuhe mitbringen!

Sonntag, 29.9: Stand auf dem Regionalmarkt: Auftakt zur Themenwoche „No Plastic Fantastic“

Montag. 30.9: Eisbär im Fischernetz, Plastik im Polarmeer – Was geht uns das an?
Bildvortrag der Polarforscherin Birgit Lutz, veranstaltet vom OV Bündnis 90/Die Grünen
Veranstaltungsort: Ulrichstube, Hotel Hirsch, 19 Uhr

Wer an die Arktis denkt, stellt sich weißes Eis, blauen Himmel, Unberührtheit vor. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. An den Stränden Spitzbergens häuft sich angespülter Plastikmüll; Eisbären, Rentiere, Robben und Vögel verheddern sich in Fischernetzen, verenden jämmerlich. 
In ihrem Vortrag zeigt Birgit Lutz viele Eindrücke aus der wunderbaren Umgebung, in der sie unterwegs ist – aber auch, was in der grandiosen Natur Spitzbergens alles an Müll zu finden ist. Wo kommt dieser Müll her, was richtet er an, was hat er mit uns zu tun – und was können wir tun? 
Um Anmeldung unter 0170 – 7549685 oder 0151- 61451278 wird gebeten.

Mittwoch, 2.10 ab 15 Uhr im Haus Pfiffikus: Verpackungsmüll vermeiden – Do it yourself vom Bienenwachstuch über Obstbeutel zum Duschgel..
Der Kinderschutzbund Ottobeuren lädt ein zum gemeinsamen Herstellen von sinnvollen Alternativen zur Vermeidung von Plastik.
Infos und Anmeldung unter dksb-ottobeuren@web.de

Freitag 4.10. Filmvorführung „Plastic Planet“ mit offener Diskussion, 19.00 Uhr im „Mach Mit“
In PLASTIC PLANET sucht Regisseur Werner Boote, dessen eigener Großvater ein Pionier der Plastikindustrie war, weltweit nach Antworten und deckt erstaunliche Fakten und unglaubliche Zusammenhänge auf. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Schadet Plastik unserer Gesundheit? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Wer verliert?
PLASTIC PLANET ist ein unterhaltsamer und investigativer Film, der zeigt, dass Plastik zu einer Bedrohung für Mensch und Umwelt geworden ist.

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EINLADUNG zur Podiumsdiskussion „Zukunft Landwirtschaft – Wie aus Werbung Wirklichkeit wird“

Wann: Freitag, 27. September 2019, 19:30 bis 22:00 Uhr
Wo: AKZENT Brauerei Hotel Hirsch, Marktplatz 12, 87724 Ottobeuren

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Treffen der Ottobeurer Grünen und Interessierter

Mittwoch, 18. September 2019 um 18.30 Uhr, Ort: Schachenbad, Ottobeuren, Tel. 08332-8467

Die Ottobeurer Grünen und Interessierte treffen sich, um die Aufstellung einer grünen Ottobeurer Liste und das grüne Programm für die Kommunalwahl im März vorzubereiten.
Für die Kandidatur auf der Grünen Liste ist die Mitgliedschaft bei Bündnis 90/Die Grünen nicht zwingend notwendig.
Wir laden Interessierte herzlich ein!

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3. Juli 2019: Pack‘ die Frucht aus!

Pack die Frucht aus“- und dafür gibt’s von uns ein Gemüsenetz zum wieder benutzen. Wer braucht bitte Einmaltüten für gesundes Frisches?

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16. Mai 2019

Tat gut, volle Kraft zusammen tauzuziehen, bei dieser Eisheiligenkälte an unserem Stand der Grünen in Ottobeuren! Vor allem (zwar in zwei Richtungen) doch an einem Strang! Gemeinsam stark gegen Rechts!

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2. Mai 2019 Europa Diskussion mit Reinhard von Wittken, bayerischer Kandidat der Grünen für die Europawahl

Die Ortssprecherinnen Doris Kienle (links) und Conni Nagel mit Reinhard von Wittken, bayerischer Kandidat der Grünen für die Europawahl. (Foto: Helmut Scharpf)

Korrektiv erforderlich: Wachsame Grüne im EU-Parlament
Reinhard von Wittken sprach und diskutierte in Ottobeuren über „die Erneuerung des europäischen Versprechens“
In Osteuropa stehe es nicht gut um die Pressefreiheit, der Rechtsruck in vielen Ländern zeige, dass europäische Integration kein Selbstläufer mehr sei – ein klarer Appell, zum Wählen zu gehen. „Uns geht es trotz gewisser sozialer Unterschiede relativ gut, aber insgesamt wird deutlich, wie fragil diese Errungenschaften aus 70 Jahren Integration sind“, so von Wittken, der nicht nur referierte, sondern ausgiebig mit den Besuchern diskutierte. Wie es um die Versprechen der Populisten bestellt ist, machte er am Beispiel der Brexiteers deutlich. Probleme dürfe man nicht totschweigen, sonst entstehe neuer Nährboden für den rechten Rand. Die marktliberale konservative Mehrheit habe das soziale Europa vernachlässigt. „Wir können viel für die grüne Ökonomie tun, dürfen dabei aber die sozialen Themen nicht vergessen“.

Es wurde darüber diskutiert, wie radikal grüne Positionen sein dürfen. Das jüngste Volksbegehren habe gezeigt, dass man auch ambitionierte Ziele verfolgen könne, so der Freisinger Grüne. Die CSU wurde beim Volksbegehren von der Gesellschaft regelrecht überrollt. Nach außen zeige man sich jetzt kompromissbereit, man sollte sich jedoch genau ansehen, wie sich die CSU-Abgeordneten bei ihrer Stimmabgabe tatsächlich verhalten. Was von Wittken besonders ärgert, machte er am Beispiel von Albert Deß deutlich: Der CSU-Abgeordneten sitzt sowohl im Agrarausschuss des Europaparlaments, als auch in mehreren Aufsichtsräten von Agrarkonzernen und stimmte gerade erst für die Beibehaltung der landwirtschaftlichen Flächenprämien – statt für die verstärkte Honorierung von Umweltleistungen. Die bayerische Staatsregierung verspricht nach dem Volksbegehren vor Ort Verbesserungen, während CSU-Abgeordnete auf EU-Ebene aktiv für den Status quo stimmen. „Subventionen sind ein Hebel, der intelligenter und nachhaltiger eingesetzt werden muss. Es ist schwer, in dieser verfilzten Struktur aus Chemiekonzernen, Lebensmittel-, Futtermittelindustrie und Banken gegenzusteuern, denn es werden riesige Gewinne gemacht.“ Es hänge alles mit allem zusammen, deshalb bestehe auch ein „elementarer Zusammenhang zwischen unserem Handeln und der Flüchtlingsproblematik. Wir schotten unsere Märkte ab und lassen die Veredelung von Rohstoffen – z.B. das Rösten des Kaffees – im Ursprungsland nicht zu.“
Von Wittken, der in Weihenstephan am „Lehrstuhl für wirtschaftliche Nachhaltigkeit“ arbeitet, sieht nicht die Notwendigkeit, den Verzicht zu predigen. Würde endlich eine Steuer auf Kerosin eingeführt, dann würde automatisch weniger geflogen. „Grüne Positionen und schwarze Zahlen passen zusammen. Der Fokus auf die Ausschüttung an die Aktionäre alleine kann es heutzutage nicht mehr sein. Nicht die großen Industriebetriebe sollten wir fördern, sondern die kleinen und mittleren“, so der Referent.

Trotz aller Begeisterung über Europa müssten sich etliche Dinge verändern, es muss darüber hinaus vieles vor Ort bleiben. Dort aber, wo die Kommune, das Land an Grenzen stoße, solle Europa übernehmen. Der grüne Slogan zum Klimaschutz („Klimaschutz kennt keine Grenzen!“) sei ein gutes Beispiel für diese Arbeitsteilung: Klimaschutz eines einzelnen Nationalstaats hat wenig Wirkung, ein Emissionshandel auf europäischer Ebene jedoch eine umso größere. „Wir sind eine klar pro-europäische Partei, wollen Dinge aber verändern. Wir überlegen uns konkret, wie das 2°-Ziel von Paris eingehalten werden kann und schauen den Abgeordneten auf die Finger.“

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31.01.2019 Volksbegehren Artenvielfalt

Schon vor Öffnung des Rathauses bildete sich am 31.1. vor dem Rathaus eine Schlange von Ottobeurern, die sich für das „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ eintragen wollten.

(Foto: Thomas Scharpf)

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10. Januar 2019 Gründung des Ortsverbands Ottobeuren

In das Vorstandsteam vom Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Ottobeuren wurden gewählt: Sabine Weber-Frommel (Schriftführerin), Doris Kienle & Cornelia Nagel (Sprecherinnen), Evi Lichtblau (Beisitzerin) und Helmut Scharpf (Beisitzer), links: Daniel Pflügl (Kreissprecher) (Foto: Thomas Scharpf)

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