Ottobeuren

3. Juli 2019: Pack‘ die Frucht aus!

Pack die Frucht aus“- und dafür gibt’s von uns ein Gemüsenetz zum wieder benutzen. Wer braucht bitte Einmaltüten für gesundes Frisches?

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16. Mai 2019

Tat gut, volle Kraft zusammen tauzuziehen, bei dieser Eisheiligenkälte an unserem Stand der Grünen in Ottobeuren! Vor allem (zwar in zwei Richtungen) doch an einem Strang! Gemeinsam stark gegen Rechts!

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2. Mai 2019 Europa Diskussion mit Reinhard von Wittken, bayerischer Kandidat der Grünen für die Europawahl

Die Ortssprecherinnen Doris Kienle (links) und Conni Nagel mit Reinhard von Wittken, bayerischer Kandidat der Grünen für die Europawahl. (Foto: Helmut Scharpf)

Korrektiv erforderlich: Wachsame Grüne im EU-Parlament
Reinhard von Wittken sprach und diskutierte in Ottobeuren über „die Erneuerung des europäischen Versprechens“
In Osteuropa stehe es nicht gut um die Pressefreiheit, der Rechtsruck in vielen Ländern zeige, dass europäische Integration kein Selbstläufer mehr sei – ein klarer Appell, zum Wählen zu gehen. „Uns geht es trotz gewisser sozialer Unterschiede relativ gut, aber insgesamt wird deutlich, wie fragil diese Errungenschaften aus 70 Jahren Integration sind“, so von Wittken, der nicht nur referierte, sondern ausgiebig mit den Besuchern diskutierte. Wie es um die Versprechen der Populisten bestellt ist, machte er am Beispiel der Brexiteers deutlich. Probleme dürfe man nicht totschweigen, sonst entstehe neuer Nährboden für den rechten Rand. Die marktliberale konservative Mehrheit habe das soziale Europa vernachlässigt. „Wir können viel für die grüne Ökonomie tun, dürfen dabei aber die sozialen Themen nicht vergessen“.

Es wurde darüber diskutiert, wie radikal grüne Positionen sein dürfen. Das jüngste Volksbegehren habe gezeigt, dass man auch ambitionierte Ziele verfolgen könne, so der Freisinger Grüne. Die CSU wurde beim Volksbegehren von der Gesellschaft regelrecht überrollt. Nach außen zeige man sich jetzt kompromissbereit, man sollte sich jedoch genau ansehen, wie sich die CSU-Abgeordneten bei ihrer Stimmabgabe tatsächlich verhalten. Was von Wittken besonders ärgert, machte er am Beispiel von Albert Deß deutlich: Der CSU-Abgeordneten sitzt sowohl im Agrarausschuss des Europaparlaments, als auch in mehreren Aufsichtsräten von Agrarkonzernen und stimmte gerade erst für die Beibehaltung der landwirtschaftlichen Flächenprämien – statt für die verstärkte Honorierung von Umweltleistungen. Die bayerische Staatsregierung verspricht nach dem Volksbegehren vor Ort Verbesserungen, während CSU-Abgeordnete auf EU-Ebene aktiv für den Status quo stimmen. „Subventionen sind ein Hebel, der intelligenter und nachhaltiger eingesetzt werden muss. Es ist schwer, in dieser verfilzten Struktur aus Chemiekonzernen, Lebensmittel-, Futtermittelindustrie und Banken gegenzusteuern, denn es werden riesige Gewinne gemacht.“ Es hänge alles mit allem zusammen, deshalb bestehe auch ein „elementarer Zusammenhang zwischen unserem Handeln und der Flüchtlingsproblematik. Wir schotten unsere Märkte ab und lassen die Veredelung von Rohstoffen – z.B. das Rösten des Kaffees – im Ursprungsland nicht zu.“
Von Wittken, der in Weihenstephan am „Lehrstuhl für wirtschaftliche Nachhaltigkeit“ arbeitet, sieht nicht die Notwendigkeit, den Verzicht zu predigen. Würde endlich eine Steuer auf Kerosin eingeführt, dann würde automatisch weniger geflogen. „Grüne Positionen und schwarze Zahlen passen zusammen. Der Fokus auf die Ausschüttung an die Aktionäre alleine kann es heutzutage nicht mehr sein. Nicht die großen Industriebetriebe sollten wir fördern, sondern die kleinen und mittleren“, so der Referent.

Trotz aller Begeisterung über Europa müssten sich etliche Dinge verändern, es muss darüber hinaus vieles vor Ort bleiben. Dort aber, wo die Kommune, das Land an Grenzen stoße, solle Europa übernehmen. Der grüne Slogan zum Klimaschutz („Klimaschutz kennt keine Grenzen!“) sei ein gutes Beispiel für diese Arbeitsteilung: Klimaschutz eines einzelnen Nationalstaats hat wenig Wirkung, ein Emissionshandel auf europäischer Ebene jedoch eine umso größere. „Wir sind eine klar pro-europäische Partei, wollen Dinge aber verändern. Wir überlegen uns konkret, wie das 2°-Ziel von Paris eingehalten werden kann und schauen den Abgeordneten auf die Finger.“

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31.01.2019 Volksbegehren Artenvielfalt

Schon vor Öffnung des Rathauses bildete sich am 31.1. vor dem Rathaus eine Schlange von Ottobeurern, die sich für das „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ eintragen wollten.

(Foto: Thomas Scharpf)

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10. Januar 2019 Gründung des Ortsverbands Ottobeuren

In das Vorstandsteam vom Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Ottobeuren wurden gewählt: Sabine Weber-Frommel (Schriftführerin), Doris Kienle & Cornelia Nagel (Sprecherinnen), Evi Lichtblau (Beisitzerin) und Helmut Scharpf (Beisitzer), links: Daniel Pflügl (Kreissprecher) (Foto: Thomas Scharpf)