Aktuelles

Bundestagswahl 2021: Daniel Pflügl ist unser Direktkandidat im Wahlkreis 257 – mehr Infos zu Daniel: https://www.daniel-pfluegl.de/


  • Zukunft der Landwirtschaft: gemeinsam Verantwortung übernehmen

    Bei unserer Online-Podiumsdiskussion mit Landwirt*innen aus dem Unterallgäu und dem Ostallgäu wurden Perspektiven zur regionalen Landwirtschaft ausgetauscht. Dabei kamen die unterschiedlichen Rollen der Verbraucher, der Erzeuger, des Handels und verschiedener Ebenen der Politik zur Sprache.

    Daniel Pflügl leitete in das Thema mit einem Zitat des GRÜNEN-Vorsitzenden Robert Habeck ein, demzufolge vor allem das Prinzip „Wachse oder Weiche“ für das Höfe-Sterben verantwortlich sei. Die im Allgäu traditionell die Landschaft prägende Landwirtschaft mit kleinen und mittleren Familienbetrieben habe so auf Dauer keine Chance. Elisabeth Waizenegger, Bio-Milchbäuerin aus Legau, fordert, dass die Agrarsubventionen nicht mehr an die Fläche gebunden werden, sondern an Gemeinwohlleistungen. „Wir brauchen Spielregeln für ein faires Spiel. Die Politik muss die Regeln ändern.“  Die Beisitzerin im Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft sieht einen Umbruch, eine Veränderung des agrarpolitischen Systems, wofür aber noch Überzeugungsarbeit nötig sei: „Viele wollen ein anderes System, aber da sind auch noch Kräfte, die das System erhalten wollen. Schuldzuweisungen bringen aber nichts, wir müssen schauen, wie wir da wieder raus kommen!“

    Wie kann die Agrarwende funktionieren?

    Für Martin Hermle vom Verband Bioland fehlt vor allem die gesellschaftliche Debatte. Diese solle „nicht nur von ein paar Agrarexperten, sondern von allen“ geführt werden. Für den Erzeugerberater mit Jungviehaufzucht
    und Waldwirtschaft könne eine Veränderung nur funktionieren, „wenn wir alle Verantwortung übernehmen, dass wir in Zukunft eine Landwirtschaft haben, die nicht nur gute Lebensmittel erzeugt, sondern auch dem Gemeinwohl, Klimaschutz und Artenschutz dient.“ Als Bewirtschafter von einigen Hektar Wald könne er sagen, dass sich der Klimawandel in der Waldwirtschaft bereits wesentlich gravierender bemerkbar mache als in der Grünlandwirtschaft. Man wisse derzeit auch noch nicht genau, welche Bäume man für künftige Dürreperioden am besten nachpflanzen solle, da Erfahrungen fehlten.

    Die Biobauern und Kommunalpolitiker Georg Martin (Ronried, Marktoberdorf), und Heinrich Pfister (Wolfertschwenden) sehen vor allem die politischen Rahmenbedingungen als verbesserungswürdig: „Politisch fehlt das Leitbild: Wie stellen wir uns die Landwirtschaft der Zukunft vor? Es fehlen konkrete Zielvorgaben wie bei „Rettet die Bienen“, derzeit ist die Förderung planlos“, so Pfister.

    „Jede Politik wird scheitern, die nicht den Wert der Produkte wieder in den Vordergrund bringt.“

    Stefan Häfele, der sich mit seinem Familienbetrieb in Westernach bei Mindelheim durch eigene Verarbeitung und Selbstvermarktung in vielen Bereichen vom System gelöst hat, sieht vor allem die Globalisierung und die dadurch zu niedrigen Preise als Problem. „Globalisierung bedeutet dahin zu gehen, wo die Produktion am billigsten ist.“ Deutschland betreibe die nachhaltigste Landwirtschaft der Welt, aber müsse mit den hohen Standards zum Weltmarkt-Preis produzieren. „Der Preis wird dem Wert der Produkte nicht gerecht.“ Subventionen oder Prämien hält Häfele für den falschen Weg, da dies nur weiterhin dazu führe, dass die Produkte billig bleiben. Vielmehr müsse der Wert der Produkte in den Vordergrund gestellt werden – und entsprechend etwa der Milchpreis höher werden. Der von seiner Familie und ihm gewählte Weg der Selbstvermarktung funkitioniere auch nur, weil sie als Familie zusammen ein tolles Team seien und jeder andere Fähigkeiten einbringen könne – einen Betrieb mit Direktvermarktung sanieren zu wollen, würde, so Häfele, nicht funktionieren.

    Für Georg Martin klare Aufgabe der Politik, die durchaus Rahmenbedingungen ändern und durchsetzen kann. So sei etwa die Abschaffung der Käfighaltung bei Hühnern in der EU politisch erreicht worden – erst dadurch gebe es die billigen Eier aus den Legebatterien nicht mehr im Supermarkt. Die großen Veränderungen müsse immer die Politik bringen, so Martin, der auf seinem Hof schon frühzeitig aus Überzeugung auf biologische Landwirtschaft gesetzt hat: „Ich bin als Landwirt in Vorleistung gegangen und erwarte, dass die Politik die Rahmenbedingungen setzt, dass es sich lohnt.“

    Eine Abschaffung von Agrargeldern der EU wäre dramatisch für die Höfe, erklärte Heinrich Pfister. Rund ein Drittel der Einnahmen kommen aus Subventionen, allerdings seien die Förderungsbedingungen unklar: „Hier muss geklärt werden, was man für eine Landwirtschaft will und entsprechend angepasst werden mit klaren Bedingungen, was gefördert wird.“

    Kritik an Klöckners Kennzeichnungspflichten

    Damit auch die Verbraucher ihre Verantwortung wahrnehmen könnten, benötigten sie mehr Informationen. Dabei seien gesetzliche Vorgaben oft unzureichend und irreführend, erklärt Alois Hafner von der Erzeugergemeinschaft MEG Milch Board. Für die Vermarktung als „Allgäuer Milch“ müsse beispielsweise nur etwas mehr als 50 % der Milch aus der Region stammen, der Rest interessiere nicht. Von der derzeitigen Landwirtschaftsministerin sei kein Interesse erkennbar, das grundsätzlich zu ändern. Die Kennzeichnung müsse verbessert werden, bestätigt auch Martin Hermle: „Da haben sich die politisch Verantwortlichen in letzter Zeit stark gegen mehr Transparenz gewehrt. Wer aber jetzt schon wissen will, was er kriegt, kann Bio kaufen.“

    Sein Bioland-Kollege und GRÜNEN-Kreisvorsitzender im Ostallgäu, Günter Räder, sieht hier eine positive Entwicklung: „Die Corona-Krise hat gezeigt: Die Verbraucher ändern sich. Die Nachfrage nach Bio ist gestiegen. Wir erreichen immer mehr. Wir müssen diese Linien weiter verfolgen und die Politik muss das unterstützen.“

    Unser Bundestagskandidat Daniel Pflügl, der im Kreistag Unterallgäu bereits eine Arbeitsgruppe „Pro Landwirtschaft“ etabliert hat, freut sich über die rege Beteiligung an der Diskussion. „Das zeigt, das ein großes Interesse da ist, hier gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.“ Er will die Gespräche mit Vertretern unterschiedlicher Formen der Landwirtschaft  daher gerne auch im Format „Hofcafé“ fortsetzen – am liebsten beim nächsten Mal nicht mehr nur von zuhause am Bildschirm, sondern wieder persönlich direkt auf dem Hof.

    Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet:

    https://www.youtube.com/watch?v=jqc08yzFpIc
  • Bahnpolitik im Allgäu: mehr Fahrdraht und mehr Gleise notwendig

    Die hauptsächlich durch CSU-Bundesminister geprägte Verkehrspolitik der letzten Jahre und Jahrzehnte bringt nicht nur allgemein ein deutliches Missverhältnis zwischen Straße und Schiene mit sich, sondern im Allgäu auch eine Situation, in der etliche Bahnhöfe vom modernen Streckennetz abgehängt sind. Und noch lange bleiben werden, wenn sich die Politik nicht grundlegend ändert. Was zu tun ist, um die Verkehrswende und eine bessere Anbindung des Allgäus zu erreichen, verdeutlichte unsere Online-Veranstaltung am Montag, 26.04.2021.

    Matthias Gastel stellte die grüne Bahnstrategie vor, die er als bahnpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion mit erarbeitet hat und die als Grundlage für die künftige Verkehrspolitik dienen kann. Die Prioritäten im Bundesverkehrsministerium müssen im Bereich Straße auf deren Erhalt und bei der Schiene auf Ausbau gelegt werden. 

    Schienenausbau: Finanzierung durch Infrastrukturgesellschaft geplant

    Das Grüne Bahnstrategiepapier sieht die Gründung einer Infrastrukturgesellschaft vor. Die jetzige Struktur unter dem Dach der DB AG führe zu nichts, da sie ´rein gewinnorientiert arbeite. Eine bundeseigene Infrastrukturgesellschaft, die politisch steuerbar ist, kann hier Abhilfe leisten. Um diese Pläne umsetzen zu können soll ein Infrastrukturfonds aufgelegt werden. 
     
    Die bisherige Finanzierung der Verkehrsplanung ist in einer Schieflage: „Das Prinzip Straße finanziert Straße muss beendet werden,“ so Gastel. Die LKW-Maut, ca. 8 Mrd. Euro pro Jahr, fließt bisher ausschließlich in den Straßenbau. In Zukunft soll dieses Geld auch für den Infrastrukturfonds verwendet werden. Eine Subventionierung von Regionalflughäfen, die auch schon vor der Krise nicht wirtschaftlich gearbeitet haben, sei absolut sinnlos und könne in Zukunft ebenfalls bei der Finanzierung der Bahninfrastruktur eingesetzt werden. Die Trassengebühren sollen hingegen halbiert werden. Deutschland habe ein hohes Niveau an Trassengebühren im europäischen Vergleich, erklärt Gastel.

    Eckpunkte des Strategiepapiers sind:

    • Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) soll tariflich überschaubarer werden
    • Das Nachtzugnetz soll ausgebaut werden als bequeme Alternative zum Flugzeug
    • Mehr Kapazitäten im Güterverkehr

    Mehr Güter auf die Schiene,
    bessere Arbeitsbedingungen für LKW-Fahrer

    Im LKW-Verkehr müssen die Arbeitsbedingungen dringend verbessert werden. Es gibt Tausende osteuropäische und asiatische Fahrer, die für 1,80 Euro die Stunde wochenlang kreuz und quer durch Europa unterwegs sind. Dies ist kein fairer Wettbewerb für die Schiene, die mit den Dumpingpreisen auf der Straße schlicht nicht mithalten kann. Daher ist auch eine höhere LKW-Maut bereits ab 3,5t angebracht. 
    Das im Strategiepapier erwähnte Konzessionsmodell ist angelehnt an den Regionalverkehr: Es sollen Linien gebündelt und ausgeschrieben werden. Unternehmen, die sich bewerben und den Zuschlag bekommen, haben Planungssicherheit für Jahre. Auch Subventionen von Fernverkehrsstrecken sind dabei vorgesehen.


    Neuer Bundesverkehrswegeplan längst überfällig

    In Deutschland seien erst 61% der Strecken elektrifiziert, manche Strecken können auch mit batteriebetriebenen Loks befahren werden, es brauche daher nicht immer Oberleitungen. 

    Die Grünen wollen weg vom 2016 beschlossen Bundesverkehrswegeplan 2030, der absolut straßenbaufixiert ist. Für Schienen laufen noch Bewertungsverfahren, während schon viele Straßen gebaut sind: Allein im vergangenen Jahr wurden 125 km neue Bundesstraßen gebaut und 0 km neue Schienen. Die Diskrepanz zwischen Straßen und Schienen verschiebt sich also immer mehr zu Ungunsten der Schienen. Und das obwohl der Schienenverkehr bis zur Corona-Pandemie sogar gewachsen ist – trotz Stagnation im Schienenausbau

    Mithilfe der grünen Bahnstrategie soll der Anteil der Schiene im Personenverkehr bis 2030 auf 20% und im Güterverkehr auf 30% gesteigert werden. Bis 2030 sollen dabei 75% des Schienennetzes elektrifiziert werden.

    Festhalten an 3-gleisiger Planung ist nicht zukunftsfähig

    Doch bisherige Planungen und Verträge stehen diesen Zielen noch im Weg. So schilderte der Eisenbahningenieur Stefan Baumgartner die Auswirkungen der S-Bahn-Ausbaupläne im Großraum München auf das Allgäu und bezeichnete die 3-gleisige Planung zwischen München-Pasing und Eichenau als „absolut nicht zukunftsfähig“. Da zwei der drei Gleise für die S-Bahn reserviert seien, sei das dritte Gleis für Verkehr in beide Richtungen nicht ausreichend, um Kapazitätssteigerungen zu ermöglichen. Vielmehr müsse man schon beim jetzigen Verkehrsaufkommen damit rechnen, dass einzelne Verspätungen massive Folgen für zahlreiche weitere Verbindungen haben werden. Detailliert schilderte Baumgartner weitere mittel- und langfristige Perspektiven für die Fahrpläne im Allgäu samt konkreter Vorschläge, wie man die Situation im Allgäu verbessern könnte.

    von links nach rechts: Daniel Pflügl, Matthias Gastel, MdB, Stefan Baumberger,
    Mitte: Marcus Kühl, Niklas Dehne, unten: Gabriele Triebel, MdL als Gast und Zuhörerin mit zugeschaltet

    München oder Augsburg? Sowohl als auch!

    Als Vorschlag zur Verbesserung der Fahrpläne erläuterte Niklas Dehne, Sprecher der LAG Mobilität, das Konzept des Integralen Taktfahrplans. Um Verkehrsknoten zu optimieren, seien an vielen Orten mehr Bahnsteige nötig, die im Rahmen der ohnehin umzusetzenden Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit gebaut werden könnten. Eine relativ einfache, aber für das Allgäu wichtige Maßnahme wäre auch ein Überwerfungsbauwerk in Buchloe. Dieses würde ermöglichen, dass die verschiedenen Gleise sich überkreuzen. Damit wäre die Gleisführung nicht mehr „Entweder München oder Augsburg“, sondern: „Sowohl, als auch.“

    Marcus Kühl, Sprecher für das Ostallgäu und für Elektrifzierung im Allgäu beim Fahrgastverband PRO BAHN e.V., bekräftigte anhand der in den Vorträgen nochmal deutlich gewordenen Lücken und Schwächen der Bahnanbindung die Forderung, die Allgäubahn (Kempten–Kaufbeuren–Buchloe–Augsburg) schnellstmöglich auch mit Fahrdraht zu elektrifizieren. Wasserstoffzüge seien auf absehbare Zeit keine Alternative. Schon bei einem Ausbau der Hauptstrecken mit Fahrdraht könne das gesamte Allgäu mit Elektroloks befahren werden; für die Nebenstrecken reiche die derzeit technisch mögliche Akkuleistung. Sobald der Zug wieder an einem Streckenabschnitt mit Fahrdraht ist, kann der Akku wieder aufgeladen werden.

    Bislang sind erst 61 % der Gleise in Deutschland elektrifiziert, in Bayern ist es noch weniger. Das Allgäu gilt dennoch als eines der letzten großen „Diesellöcher“. Um dieses Problem baldmöglichst zu beheben, hatte auch Landtagsvizepräsident Thomas Gehring zuletzt parteiübergreifende Zusammenarbeit der Allgäuer Politiker*innen gefordert.
    Die ebenfalls als Gast und Zuhörerin zugeschaltete Landtagsabgeordnete Gabriele Triebel fand optimistische Schlussworte: “ Wir sind dran und fordern den viergleisigen zukunftsfähigen Ausbau – auch für die touristischen Hotspots des Allgäus und werden uns nicht mit dem jetzigen Zustand zufrieden geben!“

    Präsentationen von Matthias Gastel und Stefan Baumberger:

    Mehr zur grünen Bahnpolitik im Bundestag und zu weiteren entscheidenden Weichenstellungen erfahrt ihr in den kommenden Wochen auch bei den Bahngesprächen mit Matthias Gastel und Gästen.

    Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet:

    https://www.youtube.com/watch?v=nAhzxhLTRr8
  • Daniel Pflügl auf Platz 24 der bayerischen Landesliste gewählt
    Am 17. und 18. April fand unsere LDK in Augsburg statt, auf der Daniel Pflügl, unser Bundestagskandidat für den Wahlkreis 257, es auf den aussichtsreichen Platz 24 der Landesliste geschafft hat. Dass dann am Montag darauf noch Annalena Baerbock zur ersten GRÜNEN Kanzlerkandidatin gewählt wurde, macht unsere Wahlkampfmotivation perfekt!

    Es war ein wahrer Abstimmungskrimi über geschlagene zwei Tage, der gezeigt hat, wie viele unglaublich qualifizierte und motivierte Leute wir für die nächste Legislaturperiode nach Berlin schicken könn(t)en.
    Beim hybrid durchgeführten Parteitag überzeugte Daniel mit seiner Bewerbungsrede vor allem durch langjährige innenpolitische Expertise aus seiner beruflichen Erfahrung als Kriminalhauptkommissar. Aufgrund starker Konkurrenz, unter anderem von erfahrenen Bundestagsabgeordneten, konnte Daniel dabei die Abstimmung für den zunächst anvisierten 20. Platz am Samstagabend nicht für sich entscheiden und der Krimi ging am Sonntagmorgen weiter.

    Am Sonntagmorgen entschied sich die Mehrheit der Delegierten, die via Abstimmungsgrün von zuhause aus wählten, im zweiten Wahlgang für Daniel auf Platz 24. Auf den allermeisten der mittleren und hinteren Plätze traten so viele Kandidat*innen an, dass es meist die maximal möglichen 3 Wahlgänge brauchte, bis die/der Sieger*in fest stand.

    Gewählt wurde bis Platz 40 einzeln, die Plätze 41-64 wurden dann im Block gewählt. Der Mandatsrechner https://www.mandatsrechner.de macht Hoffnungen, dass wir nach der Bundestagswahl weit mehr als doppelt so viele Abgeordnete nach Berlin schicken dürfen als bisher (11 Abgeordnete).
    Einen ausführlichen Beitrag und auch die Bewerbungsrede unseres neuen Landesvorsitzenden, Thomas von Sarnowski, findest du hier: https://www.gruene-bayern.de/ldk-21/
    Und diese Kandidat*innen finden sich auf den Plätzen 1-40, wir gratulieren allen Listenkandidaten herzlich!


  • „Die Menschen in Blaulichtorganisationen sind unglaublich!“

    Die GRÜNEN im Unterallgäu, Ostallgäu, in Memmingen und Kaufbeuren luden am Mittwoch, den 14.4.2021, zum ersten Café Blaulicht ein. Zu Wort kamen in der Online-Veranstaltung mit Landtagsfraktionssprecherin Katharina Schulze und Bundestagskandidat Daniel Pflügl zahlreiche Vertreter der Feuerwehr, der Bergwacht und des THW, ebenso wie Rettungssanitäter und Polizisten aus ganz Bayern. 

    Gleich zu Beginn stellte Katharina Schulze als innenpolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag klar: „Für uns ist das Entscheidende in der Innenpolitik, Ressourcen bereit zu stellen, damit alle Menschen in Bayern frei und sicher leben können.“ Freiheit und Sicherheit seien dabei kein Widerspruch, so Schulze: „Sicherheit ist eine Grundvoraussetzung, dass ich frei sein kann. Wir brauchen eine starke Zivilgesellschaft und starke Institutionen, zu denen insbesondere die Blaulichtorganisationen gehören.“ Sie appellierte weiterhin, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit ausgebaut werden müsse: sowohl über Landesgrenzen hinweg, als auch auch zwischen den verschiedenen Organisationen.

    Personalmangel und überlastete Kapazitäten

    Von den Podiumsgästen aus verschiedenen Blaulichtorganisationen wollten Katharina Schulze und Daniel Pflügl wissen, wie sich ihre Arbeit durch die Corona-Pandemie verändert hat und welche Forderungen und Wünsche sie an die Politik haben. Ein wichtiges Thema aller Organisationen war ein durch die aktuelle Krisensituation deutlich verschärfter Personalmangel – sowohl im Ehrenamt als auch bei hauptamtlichem Rettungsdienst oder der Polizei.
    Im ersten Lockdown ab März 2020 sei es noch sehr ruhig gewesen, berichteten die Gäste. Aber der spätere „Lockdown Light“ und der weitere Pandemieverlauf habe viele Dienste an ihre Grenzen gebracht – nicht zuletzt auch aufgrund von Personalausfällen durch Covid-Erkrankungen mit Spätfolgen innerhalb der Teams. Im Rettungsdienst stehe momentan täglich infrage, wie der Rettungswagen besetzt werden kann, berichtete Stefan Lindauer, Rettungssanitäter und Bundestagskandidat im Landkreis Augsburg. Es sei mittlerweile Alltag, 12–14 Stunden durch zu fahren. Auch wegen kleinerer Krankheitsbilder müssten aufgrund der überlasteten Kapazitäten weiter entfernte Krankenhäuser angefahren werden. Dabei finden wichtige Abwägungen oft schon direkt vor Ort statt: Muss der Patient wirklich ins Krankenhaus oder kann er auch zuhause bleiben?

    Glück im Unglück: keine großen Schneemassen

    Auch bei der Bergrettung habe der erste Lockdown eine ruhige Zeit beschert, sagte Martin Ebert von der Bergwacht Kaufbeuren, im Sommer dagegen stiegen die Einsatzzahlen wieder deutlich: „Der Outdoortrend ist spürbar stärker geworden.“ Corona habe vor allem die Organisation durcheinander geworfen. Ein großes Problem für die Bergwacht, ebenso wie für THW und Feuerwehren, sind die aufgrund des Infektionsschutz ausfallenden Übungen. 
    Bei Beginn der Pandemie gab es die Anweisung, dass der Betrieb komplett einzustellen sei, berichtete Felix Erbe, THW-Fachberater und Bundestagskandidat im Kreis Roth bei Nürnberg. Jetzt gebe es Auflagen, etwa maximale Personenzahlen in Einsatzfahrzeugen. Viele Einsatzbereiche fielen durch die Pandemie weg, was die Bindung der Ehrenamtler erschwere: „Der typische THWler ist ein aktiver Typ, die suchen sich jetzt auch was anderes,“ so Erbe.
    Klaus Liepert, Sprecher des THW für den Regionalbereich Kempten und stv. Landessprecher, schaltete sich dazu und berichtete von durch die Pandemie hinzugekommene Einsatzgebiete des THW und von den Schwierigkeiten, die Ehrenamtlichen dazu beim Arbeitgeber freigestellt zu bekommen. Das THW unterstützte etwa den Kampf gegen die Pandemie beim Aufbau von Impfstationen und Testzentren oder bei der Verteilung von Material. Es fehle aber oft an der Wertschätzung, auch in finanzieller Hinsicht – etwa, dass durch ehrenamtliche Arbeit entstehende Lohnausfälle nicht ausgeglichen werden.
    Man könne auch froh sein, „dass wir neben Corona derzeit keine wetterbedingten Katastrophen bekämpfen mussten wie vor zwei Jahren die Schneemassen im Berchtesgadener Land.“ Es sei unvorstellbar, wie solche Großeinsätze gerade unter Corona laufen sollten – mit Unterbringung und allen dazugehörigen Faktoren. Auch im THW fehlten die gemeinsamen Übungen für die verschiedensten Einsatzbereiche und der persönliche Austausch.

    „Wir müssen wissen, mit wem wir durchs Feuer gehen“

    Während der Pandemie fanden Feuerwehrübungen zunächst ausschließlich digital und entsprechend theoretisch statt, erzählte Leon Eckert, Bundestagskandidat, 3. Bürgermeister von Eching (Freising) und Mitglied der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr. Erst seit dieser Woche seien praktische Übungen in kleinen Gruppen wieder gestartet. Eckerts Kollege von der Pfaffenhofener Feuerwehr, Wilhelm Reim aus Geroldsbach, gab zu bedenken, dass während es während Corona Einheiten gab, die überhaupt nicht geübt hätten, dies sei jetzt ein Problem. Auch seien Feuerwehren immer noch nicht mit Tests ausgestattet. Große Stützpunkte hätten zwar Tests bekommen, kleine Kommunen aber dagegen meist noch nicht. 
    Markus Barnsteiner, Kreisbrandrat im Ostallgäu, ergänzte, dass mit den eingeschränkten Möglichkeiten für Übungen auch die Kameradschaftspflege leide: „Wir müssen wissen, mit wem wir durchs Feuer gehen“. Es sei eine große Herausforderung, Leute nach der Pandemie wieder zu motivieren und hier müsse man schauen, dass man keine Leute verliere. Barnsteiner hätte sich gewünscht, dass die Feuerwehr mit größerer Impf-Priorisierung eingeordnet worden wäre. Aber die Einladungen seien dann doch zügig gekommen und es gehe voran mit dem Impfen. Auf Nachfrage von Katharina Schulze, wie die Frauen bei der Feuerwehr vertreten seien, schilderten Barnsteiner und Eckert, dass es bei den Kinder- und Jugendfeuerwehren bereits fast ausgeglichen sei. Viele Weggänge gebe es dann beim Übertritt in den aktiven Dienst – oft auch beruflich bedingt. Immerhin gebe es zwei Kommandantinnen und drei Stellvertreterinnen in den Ostallgäuer Feuerwehren, so Barnsteiner: „Wir versuchen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit gezielt darauf hinzuweisen, dass Frauen willkommen sind.“

    Personalmangel bei der Polizei spitzt sich zu

    Andreas Nominacher war als Vertreter der Polizei eingeladen. Der Polizist und Personalrat aus Waging forderte dringend mehr Stellen für Tarifbeschäftigte, um den Personalmangel zu beheben. Es gäbe Dienststellen, wo drei Kollegen zusammen auf 175 Jahre kommen und Dienststellen, wo keiner über 30 sei. „Das ist nicht nur nicht gut für die Alten, sondern auch nicht gut für die Jungen!“ Katharina Schulze fügte hinzu, dass auch fehlendes Wissensmanagement hier zum Problem würde. Nominacher beklagte, wie viele Veranstaltungen die Polizei mittlerweile begleiten müsse: „Wir brauchen auch Staatsschützer, die im Vorhinein analysieren und im Nachhinein ebenso!“. Es gebe insgesamt einfach zu wenig Personal. Zusätzliche Tarifbeschäftigte dürften somit auch nicht als Ersatz für Beamtenstellen gelten. Umstrukturierungen seien notwendig, um die Polizei fit für die Zukunft zu machen.

    „Meine Arbeit besteht darin, mit denen zu arbeiten, die der Polizei viel Arbeit machen.“

    Zu diesem Thema konnte auch Volker Goll aus dem Kreis Aschaffenburg etwas beitragen: „Meine Arbeit besteht darin, mit denen zu arbeiten, die der Polizei viel Arbeit machen. Wir sind viel in Kontakt mit der Polizei,“ erzählte der Fanbeauftragte. Seine Hauptaufgabe mit der Koordinationsstelle Fanprojekte sei die Prävention mit einem sozialpädagogischen Auftrag. Interessanterweise seien die Ultras und Hardcorefans die Ersten gewesen, die gesagt haben: „Hört auf mit den Fußballspielen, es gibt jetzt Wichtigeres!“ Die aktivsten Fangruppen hätten statt der Stadionbesuche die Essensausgabe an Tafeln übernommen, um ältere Ehrenamtliche zu entlasten. 

    Daniel Pflügl freute sich über die große Resonanz und die Anregungen, mit in Zukunft regelmäßigen Blaulicht-Stammtischen den Austausch zu intensivieren. Gemeinsam mit Katharina Schulze war er als Kriminalhauptkommissar bereits auf Polizeikongressen und vergleichbaren Treffen. Die in stetigem Kontakt zu den verschiedenen Organisationen stehende Innenpolitikerin Schulze bedankte sich bei allen Einsatzkräften: „Menschen, die in Blaulichtorganisationen arbeiten, sind unglaublich, die packen an und machen. Ohne euch würde vieles nicht so funktionieren. Unser Job als politisch Aktive ist, euch das Rüstzeug zur Verfügung zu stellen, dass ihr euren Job richtig machen könnt.“

    Hier könnt ihr die Veranstaltung nochmal anschauen:

    https://www.youtube.com/watch?v=-9yNW-QJY-c&t=16s

  • Unsere Kreistagsfraktion distanziert sich entschieden von der Haltung Alex Eders zur Corona-Testpflicht an Schulen

    Im Facebook-Post des Landrats vom 11.04.2021 werden in unsachlicher, emotionalisierender und populistischer Weise angebliche psychische Gefahren für Kinder durch eine Testung in der Schule heraufbeschworen. 

    Mit wenigen Sätzen wird pauschal allen Lehrer*innen die pädagogische Kompetenz und den Eltern die Fähigkeit, ihre Kinder auf eine solche Situation angemessen vorzubereiten, abgesprochen. 

    Auch den Kindern wird ein adäquater Umgang mit der Testsituation nicht zugetraut. Das ist schon ein starkes Stück: Da werden Ängste geschürt statt Ermunterung auszusprechen! Diese Art der Argumentation, die nicht auf Wissenschaft, Fakten und Sachlichkeit setzt, ist ein typisches Merkmal für die sogenannte „Querdenken“ Bewegung. Momentan kursiert ein Kettenbrief aus Querdenker- und Reichsbürger-Kreisen mit ähnlichem Inhalt. Wer hat sich da wohl von wem inspirieren lassen? Die Grünen im Landtag fordern in ihrem Positionspapier „Sicheren Präsenzunterricht durch flächendeckende Tests ermöglichen“, für die Klassen 1 – 6 beispielsweise das Pooltestverfahren einzusetzen. Nur mit den beiden Eckpfeilern – regelmäßige Testungen sowie geimpftes Schulpersonal – zusätzlich zu den bestehenden Hygienekonzepten, können wir auch in Pandemiezeiten Präsenzunterricht sicherer gestalten 

    und damit Kindern und Jugendlichen ihr soziales Umfeld zurück geben, sowie Familien langfristig entlasten. Die Testung in der Schule grundsätzlich in Frage zu stellen und Eltern und Kinder wie in dem von Alex Eder geschriebenen Post zu verunsichern und zu verunglimpfen lehnen wir entschieden ab. 

    Über 90 % der Eltern begrüßen die Corona-Testpflicht an Schulen. Einer kleinen lautstarken Minderheit nach dem Mund zu reden ist nicht Aufgabe des Landrats, oberste Aufgabe ist es, sich um die Gesundheit aller Bürger*innen zu kümmern. Corona-Tests sind hier ein wichtiger Baustein in der Bekämpfung der Pandemie. 

    Wir fordern daher Landrat Eder auf, die Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger durch seine wiederholten öffentlichen Verlautbarungen zu beenden und mit aller Kraft die nötigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zu unterstützen, sodass wir wieder schrittweise zur Normalität zurückkehren können.


  • Große Chance, große Herausforderung: Ströbele im Gespräch mit Pflügl

    Hans-Christian Ströbele wirkte als Anwalt, als Gründungsmitglied der GRÜNEN und als Bundestagsabgeordneter jahrzehntelang im Zentrum des politischen Geschehens der Bundesrepublik. Im Gespräch mit Daniel Pflügl spricht der mittlerweile 81-jährige aus seinem bewegten Leben, über die Entwicklungen in Justiz und Polizei und über eine Regierungsbeteiligung der GRÜNEN nach der Bundestagswahl.

    Die Umfragen zeigen derzeit große Chancen, dass BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nach der Bundestagswahl im September wieder in der Bundesregierung sind – erstmals seit 2005. Hans-Christian Ströbele trat seinerzeit als Kritiker der Rot-Grünen Koalition auf und konnte sein Direktmandat im Berliner Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg erfolgreich verteidigen, das er mit einem modernen Wahlkampf vier Jahre zuvor überraschend gewann. Schon in der ersten Bundestagsfraktion der Grünen in den 1980er Jahren sei es viel darum gegangen, das Unmögliche möglich zu machen, aber, so Ströbele: „Dass wir diesmal um die Kanzlerschaft kämpfen, das hat damals keiner erträumt.“ Am 19. April will die Partei bekannt geben, wer aus dem Spitzenduo Annalena Baerbok oder Robert Habeck die Kandidatur übernimmt.

    Die Erwartungen an die Koalition und Person, die nach der 16-jährigen Kanzlerinnenschaft von Angela Merkel die Verantwortung übernimmt, schätzt Ströbele dabei als sehr hoch ein – und auch als Risiko: „Wenn das schief geht, dann wird das zu einer Enttäuschung in der Bevölkerung führen, die nicht nur die Grünen abkriegen, sondern die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland nachhaltig beeinflusst.“

    Großer Respekt vor fridays for future und Rat zu Geduld

    Jungen Leuten, die heute politisch aktiv sind, rät er zur Geduld. Viele seien nach drei Demonstrationen enttäuscht, dass sich nichts ändert und zurecht verärgert, dass Merkel etwa ihre Versprechen zur Klimapolitik nicht eingelöst habe. Doch Veränderungen bedürfen einer ausdauernden Arbeit und langfristiger Haltung. Vor 40 Jahren seien die GRÜNEN für ihre grundsätzlichen Positionen verlacht und bespuckt worden; heute teile die große Mehrheit der Bevölkerung diese Ansichten. Ströbele, der sein Leben lang demonstriert hat und das Demonstrationsrecht als eines der wichtigsten Rechte überhaupt bezeichnet, nahm zuletzt selbst noch in Berlin an einer fridays for future Demonstration teil und zollt der Bewegung großen Respekt.

    Positive Entwicklungen in Justiz und Polizei

    Einst kämpfte Ströbele als Anwalt mit einem Justizsystem, in dem noch viele Richter aus der Nazizeit aktiv waren. Damals, Anfang der 1970er Jahre, habe er auch Zweifel am Rechtsstaat gehabt. Doch Justiz und Polizei haben sich seither positiv gewandelt, konstatiert der auch heute noch als Rechtsanwalt tätige Ströbele. In der grünen Bundestagsfraktion habe er insbesondere in der Zusammenarbeit mit der Polizeibeamtin Irene Mihalic große Einigkeit in innenpolitischen Fragen festgestellt. Auch mit Daniel Pflügl, der als Kriminalhauptkommissar tätig ist und zur Bundestagswahl im September im Wahlkreis 257 Ostallgäu antritt, teilt Ströbele grundsätzliche Ansichten: Insbesondere die Zusammenarbeit der Behörden mit der Zivilgesellschaft ist beiden ein wichtiges Anliegen. So setzt sich Daniel Pflügl für das Konzept einer Bürgerpolizei ein.

    Parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste verbessern

    Ströbele fordert angesichts des Totalversagens des Verfassungsschutzes, das er im Parlamentarischen Kontrollgremium erlebt habe, eine Auflösung des Bundesamts und insbesondere die Abschaffung des V-Mann-Systems. Eine von der Zivilgesellschaft getragene Institution solle die nachrichtendienstlichen Aufgaben übernehmen. Am wichtigsten sei die parlamentarische Kontrolle der Dienste bei voller Akteneinsicht durch die Parlamentarier – was anders als in den USA in Deutschland bisher nicht gewährleistet ist.

    Was Daniel und Christian noch besprochen haben – von Grundrechten in der Corona-Pandemie über Christians Haltung zu Reichsbürgern und Querdenken bis hin zu Versäumnissen der Geheimdienste und bei welchen Fragen Ströbele als ehemaliges Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums und verschiedener Untersuchungsausschüsse vieles nicht erzählen darf – könnt ihr auf Daniels YouTube-Kanal nachsehen: https://www.youtube.com/watch?v=YNJrDQT1hcw&t=87s


  • Blaulichtcafé

    Daniel Pflügl hat dieses Mal unsere Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, zu Gast. Als innenpolitische Sprecherin bringt sie ihre Ideen und ihr Wissen mit in die Diskussion ein. Katharina und Daniel werden Vertreter der systemrelevanten Arbeitsfelder Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Bergwacht und THW nach ihren Erfahrungen fragen:
    Wie funktioniert die Arbeit unter Covid und welche Probleme gibt es abseits der Pandemie? Fühlen sie sich ausreichend unterstützt und gehört von der Politik?
    Als Vertreter der oben genannten Berufe sind u. a. zu Gast: Felix Erbe (THW), Leon Eckert (Freiwillige Feuerwehr), Daniela Bartel (GdP) und Stefan Lindauer (Rettungsdienst).

    Zeit: Mittwoch, 14. April 2021, 19:00 Uhr
    Ort: Online,Video-Konferenz via Zoom
    Anmeldung: hier auf unserer Seite unter Veranstaltungen


  • Hofcafé

    Mit unseren Gästen Elisabeth Waizenegger, Stefan Häfele, Georg Martin
    Heinrich Pfister und Martin Hermle, Landwirt*innen aus dem Ost- und Unterallgäu, wird Daniel über Gegenwart und Zukunft der Landwirtschaft diskutieren. Was ist aus ihrer Sicht nötig, um eine gesunde, wertgeschätzte Landwirtschaft wieder her zu stellen? Welche Wege finden Landwirte von heute, um ihre Produkte an Frau und Mann zu bringen? Und wie stark ist das Thema „Regionalität“ wieder präsent bei den Verbrauchern?

    Zeit: Mittwoch, 28. April 2021, 19:00 Uhr
    Ort: Online,Video-Konferenz via Zoom
    Anmeldung: hier auf unserer Seite unter Veranstaltungen


12.11.2020 Ekin Deligöz MdB ist die GRÜNE Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2021 für den Wahlkreis 255

Am 12. November 2020 nominierten 40 wahlberechtigte GRÜNE Mitglieder der Kreisverbände Neu-Ulm, Günzburg und Unterallgäu in Neu-Ulm einstimmig Ekin Deligöz, die bereits seit 1998 Mitglied des Bundestags ist, zur GRÜNEN Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2021 für den Wahlkreis 255 Neu-Ulm. Weitere Kandidat*innen gab es keine.

Die Veranstaltung fand unter strengen Hygienemaßnahmen statt.

Wir freuen uns auf einen gemeinsamen erfolgreichen GRÜNEN Wahlkampf mit richtig guten Ergebnissen für uns GRÜNE!

Ekin Deligöz bei ihrer Bewerbungsrede zur Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2021

19.10.2020 Gemeinsame Aufstellungsversammlung der Kreisverbände Memmingen, Ostallgäu, Kaufbeuren & Unterallgäu – Nominierung eines*r Direktkandidaten*in für die Bundestagswahl 2021 für den Wahlkreis 257 Ostallgäu

Als aussichtsreicher Kandidat bewirbt sich Daniel Pflügl aus Bad Wörishofen, Bezirksvorsitzender der GRÜNEN Schwaben und Mitglied des Landesausschusses der bayerischen GRÜNEN. Seit Mai 2020 ist er 2. Bürgermeister in Bad Wörishofen, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag Unterallgäu sowie weiterer Stellvertretender Landrat.

Weitere Kandidat*innen sind aktuell nicht bekannt, können sich natürlich bis zur Wahl noch direkt bewerben.

Die GRÜNEN Ostallgäu unterstützen Daniels Kandidatur. Mehr dazu:

https://azol.de/58350461


30.09.2020 Eilantrag der GRÜNEN Kreistagsfraktion zur Bekenntnis der Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria

Die Grüne Kreistagsfraktion im Unterallgäu stellt einen Eilantrag und ruft zur Solidarität auf: Der Landkreis Unterallgäu soll sich bereit erklären, Flüchtlinge aus Moria auf Lesbos aufzunehmen

Einige Kreistage und kreisfreie Städte haben sich bereits zu diesem Appell bekannt. Wir bedauern sehr, dass Landrat Alex Eder die Behandlung unseres Antrags im Kreistag und seinen Ausschüssen ablehnt. Es ist klar, dass die Zuständigkeit bezüglich der Flüchtlingsaufnahme und -verteilung nicht beim LRA liegt. So geht es uns genau darum ein überparteiliches solidarisches Zeichen der Menschlichkeit auszusenden, die politische Signalwirkung an das Bundesinnenministerium, indem wir als Landkreis unsere Bereitschaft, Geflüchtete bei uns aufzunehmen und in der Not zu helfen erklären.

Artikel dazu im Kurier: https://www.kurierverlag.de/mindelheim/eilantrag-unterallgaeuer-gruene-wollen-moria-fluechtlingen-hilfe-anbieten-13912182.html?fbclid=IwAR3a1favgdbpafzppy8dfzMFLPXn7UzlFeM6MRBUtdSBTtpApFgIOX7tfvc

https://www.kurierverlag.de/mindelheim/absage-unterallgaeuer-gruenen-landrat-eder-lehnt-moria-antrag-13919100.html

Artikel dazu in der Mindelheimer Zeitung: 
https://www.augsburger-allgemeine.de/mindelheim/Kommen-Fluechtlinge-aus-Moria-zu-uns-ins-Unterallgaeu-id58288861.html

25.09.2020 Antrag der Kreistagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an den Unterallgäuer Kreistag: Einrichtung der Arbeitsgemeinschaft „Pro-Landwirtschaft-Unterallgäu“

GRÜNE im Unterallgäuer Kreistag wollen Landwirtschaft unterstützen

Darüber, dass der heimischen Landwirtschaft der Rücken gestärkt werden muss, sind sich die politischen Akteure parteiübergreifend einig. Wenn es dann aber um konkrete Maßnahmen geht, ist das Thema jedoch oft schnell beendet. Doch damit soll jetzt Schluss sein: Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat einen umfassenden Antrag in den Kreistag eingebracht, wonach Kreisräte, Landwirte und Experten künftig in einem offiziellen, gemeinsamen Gremium konkrete Vorschläge erarbeiten sollen, wie Kreispolitik und Kreisverwaltung die Landwirtschaft unterstützen und fördern kann. Die ausgearbeiteten Empfehlungen sollen dann aber nicht in der Schublade verschwinden, sondern den zuständigen Kreistagsgremien direkt zur Entscheidung vorgelegt werden. „Der Unterallgäuer Kreistag übernimmt mit der Einrichtung der AG Pro-Landwirtschaft-Unterallgäu künftig selbst Verantwortung wenn es darum geht, unseren Bäuerinnen und Bauern den Rücken zu stärken“ erklärt Fraktionsvorsitzender Daniel Pflügl. „Nicht nur der gesellschaftliche Wandel, auch die Folgen der Covid-Pandemie haben uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig uns regional und dem Tierwohl gerecht werdend erzeugte Lebensmittel sein sollten“. Dies könne nur erreicht werden, wenn die Landwirtschaft erhalten, gestützt und gefördert würde „und wir uns gegen eine globalisierte landwirtschaftliche Marktwirtschaft stellen“, so Pflügl. Bislang habe es der Politik allerdings an konkreten Ideen gemangelt, oder es wurden erste Ansätze nicht konstruktiv weitergedacht und letztlich konkretisiert. Den Vorsitz des Gremiums soll der Landrat führen und, neben jeweils einem Mitglied aus den Kreistagsfraktionen, auch aktive Landwirte aus dem Bauernverband, dem Bund deutscher Milchviehalter, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, sowie ein Vertreter der Biolandwirte mit eingebunden sein. „Die AG könnte zunächst für einen Zeitraum von zwei Jahren eingerichtet, dann neu bewertet und ggf. fortgesetzt werden“, so Pflügl. Wichtig sei es, dem Gremium ein völlig freies Denken und Arbeiten – auch dezentral – zu ermöglichen und es verwaltungsjuristisch zu begleiten. So soll von Beginn an sichergestellt werden, dass die erarbeiteten Vorschläge nicht an gesetzlichen Vorgaben scheitern. 

Mehr zu unserer GRÜNEN Kreistagsfraktion findest du hier:

https://gruene-unterallgaeu.de/fraktionen/kreistag-unterallgaeu


Claudia Roth und Thomas Gehring im „Dönerstalk“

Am 13. Januar 1980 wurde in der Bundesdeutschen Politik einiges anders. Das war der Gründungstag der Grünen. 40 Jahre gibt es die als Anti-Parteien-Partei gestarteten Grünen jetzt – Inzwischen sind sie eine ganz stinknormale Partei – das sagt jedenfalls Wolfgang Schäuble. Stimmt das? Darüber sprechen zwei Grüne aus der Region: Claudia Roth und Thomas Gehring im Dönerstalk. Jetzt gleich hier auf der Seite anschauen oder in der allgäu.tv-Mediathek.


29. Mai, 15:30 – 17 Uhr, Virtuelle Bürger*innensprechstunde mit der Landtagsabgeordneten Stephanie Schuhknecht und der Bezirksrätin Heidi Terpoorten

Zwar gibt es langsam Lockerungen, doch viele Möglichkeiten, persönlich in Kontakt zu kommen, entfallen leider gerade wegen Corona – so auch meine Bürger*innensprechstunde, bei der man ansonsten einfach in meinem Büro vorbeikommen kann. Aber natürlich habe ich trotzdem immer gerne ein offenes Ohr für Anliegen. Am 29. Mai biete ich von 15.30 bis 17 Uhr meine Online-Bürger*innensprechstunde gemeinsam mit der Bezirksrätin Heidi Terpoorten an. 

Dadurch können wir sowohl die landespolitische Ebene betrachten, aber auch die Entscheidungen, die der Bezirk fällt, miteinbeziehen. Wenden Sie sich einfach an mein Büro unter

franziska.buechl[AT]gruene-fraktion-bayern.de, wenn Sie teilnehmen möchten.

Ihre Stephanie Schuhknecht (MdL von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


Gesundheit ist wichtiger als Wahlkampf – Grüne im Unterallgäu verzichten auf alle öffentlichen Veranstaltungen

Die Kreissprecher der Grünen Unterallgäu, Sandra Neubauer und Daniel Pflügl, Landratskandidat, haben wie der Landesverband der Grünen Bayern in Absprache mit dem Bundesverband, beschlossen, alle weiteren öffentlichen Wahlveranstaltungen und unseren Haustürwahlkampf im ganzen Unterallgäu abzusagen und diese Empfehlung auch an alle Ortsverbände im Unterallgäu weiter gegeben.

Der Schutz und das Wohl aller Menschen und besonders die Rücksicht für Ältere und chronisch Kranke sowie Ärzte, Pflegepersonal usw. geht vor. Wir wollen der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, mit gutem Beispiel vorangehen.

Der Grüne Wahlkampf geht Online & an Info-Ständen im Freien weiter!

Alle interessierten Bürger*innen können sich weiter auf unseren Websites und Facebook-Seiten sowie bei Instagram über unsere Wahlprogramme & Kandidat*innen informieren, sowie diese noch persönlich an unseren Info-Ständen in den kommenden Tagen treffen und alle Fragen stellen, gerne auch per Email. Sie haben noch bis Freitag, 13. März, zu den Öffnungszeiten Ihrer Gemeinde die Möglichkeit die Unterlagen zur Briefwahl persönlich abzuholen oder von Bevollmächtigten abholen zu lassen und bis spätestens 15. März, 18 Uhr abzugeben oder einfach direkt am 15. März, gerne mit eigenem Stift, in Ihr Wahllokal zur Kommunalwahl zu gehen.
Jede Stimme zählt.

💚 Bis/Am 15. März wählen & am liebsten Grün 💚


💚 Unsere 60 Kandidat*innen für den Kreistag Unterallgäu, unsere Ziele & Visionen und unser Landratskandidat Daniel Pflügl

Am 15. März Grün wählen! Deine Stimme zählt 💚 Weil wir hier Leben.



Achtung: Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus sagen wir Grüne Unterallgäu zum allgemeinen Schutz alle öffentlichen Veranstaltungen ab: 12. März, 20 Uhr, Fellheim entfällt leider.

💚 Wahlkampf-Endspurt: bei all diesen Terminen habt ihr die Gelegenheit unseren Landratskandidaten Daniel Pflügl & seine Ziele kennen zu lernen, ihn zu fragen, was ihn bewegt, was er im Unterallgäu vor hat und auch einige unserer insgesamt 60 Kreistagskandidat*innen für das Unterallgäu zu treffen & ihnen eure Fragen zu stellen 💚

Am 15. März Grün wählen.



8.3.2020, 19.30 Uhr, „Romys Salon“ zum Frauentag im Filmhaus Huber, Bad Wörishofen

In guter Tradition lädt der Kreisverband Unterallgäu von Bündnis 90/DIE GRÜNEN am 8.3.2020 wieder zum Kinoabend ins Filmhaus Huber nach Bad Wörishofen ein. Rudolf Huber zeigt „Romys Salon“, einen unterhaltsamen und zugleich traurigen Film über drei Generationen von Frauen. „Weil ihre Mutter Vollzeit arbeiten muss, verbringt Romy ihre Nachmittage im Friseursalon der Großmutter. Dort erlebt die Zehnjährige die fortschreitende Demenz-Erkrankung ihrer Großmutter und wird zur gewitzten Komplizin im Kampf um Freiheit und Würde.“ Ein Film mitten aus dem Leben, ohne rührselige Effekthascherei. Die Grünen laden zum Begrüßungssekt ein und bezuschussen den Eintritt mit 2 Euro. Einlass ab 19.30



Gäste sind herzlich willkommen bei unserem Neujahrsempfang der Grünen Unterallgäu mit der Bundestagsabgeordneten Ekin Deligöz, unserem Landratskandidat, Bezirks- & Kreissprecher Daniel Pflügl, Kreissprecherin Sandra Neubauer, der Grünen Jugend Unterallgäu, unserer Kreistagsfraktionsvorsitzenden Doris Kienle, sowie unseren Kreistags-, Bürgermeister-, Stadt-, Markt- & Gemeinderatskandidat*innen für die Kommunalwahl am 15. März 2020.


In der Hörbar in Mindelheim stellen sich am Freitag, 21. Februar, 20 Uhr, die Stadtratskandidat*innen und unser Unterallgäuer Landratskandidat Daniel Pflügl vor. Party inklusive.


Triff unseren Landratskandidaten Daniel Pflügl und einige unserer Kreistagskandidat*innen, am Mittwoch, 19. Februar, 20 Uhr im Café Kellerberg in Ettringen.

Komm vorbei! Wir freuen uns auf viele interessante Gespräche, zu hören was Dich bewegt, Deine Ideen und Wünsche für Deinen Landkreis.


Lern die Grünen Kandidat*innen für Ottobeuren und unseren Unterallgäuer Landratskandidaten Daniel Pflügl bei einem Abend mit Politik & Musik kennen: am Mittwoch, 19. Februar, 19 Uhr im Café Heinz in Ottobeuren.


Am Dienstag, 18. Februar, 19:30, habt ihr in Trunkelsberg im Gasthof „Da Toni“ die Gelegenheit unseren Landratskandidaten Daniel Pflügl, seine Ideen für das Unterallgäu sowie einige unserer Kreistagskandidat*innen kennen zu lernen.

Kommt vorbei! Wir freuen uns auf viele interessante Gespräche, zu hören was euch bewegt, eure Ideen und Wünsche für euren Landkreis.


Einladung der Grünen Jugend Unterallgäu an alle Interessierten zum Vortrag mit Journalist Sebastian Lipp und dem Landtagsabgeordneten Cemal Bozoglu, am 16. Februar, 19 Uhr, im Postsaal in Bad Grönenbach.
Unser Unterallgäuer Landratskandidat Daniel Pflügl stellt sich an diesem Abend vor, mit seinen & unsren Ideen & Visionen für das Unterallgäu. Es sind auch einige Grüne Kreistags- & Gemeinderatskandidat*innen vor Ort.


Am 12. & 13. Februar, jeweils 20 Uhr, habt ihr in Kirchheim und Pfaffenhausen die Gelegenheit unseren Landratskandidaten Daniel Pflügl, seine und unsere Ideen & Visionen fürs Unterallgäu sowie ein paar unserer Kreistagskandidat*innen kennen zu lernen. Kommt vorbei, wir freuen uns auf viele interessante Gespräche, zu hören was euch bewegt, eure Ideen und Wünsche.


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