Mobilität und Digitalisierung

Mobilität und Digitalisierung im Unterallgäu: Zukunft gestalten, Wege verbinden

Mobilität und Digitalisierung entscheiden darüber, wie gut das Unterallgäu zusammenwächst – und ob wir unsere Region klimafreundlich, modern und lebenswert gestalten. Der Landkreis steht heute vor klaren Aufgaben: Lücken im Radwegenetz, begrenzte ÖPNV-Angebote, fehlende Anschlüsse an Nachbarregionen und eine Verwaltung, die digitaler werden muss. Wir setzen auf eine Mobilitäts- und Digitalpolitik, die sozial, ökologisch und zukunftsorientiert ist – und die Besonderheiten des ländlichen Raums ernst nimmt. Das Unterallgäu profitiert stark von seinen Nachbarregionen – wirtschaftlich, kulturell und touristisch. Damit dieses Potenzial voll genutzt werden kann, braucht es eine Mobilitätspolitik, die nicht an Landkreisgrenzen endet. Unser Ziel ist ein verbundenes Allgäu: mit abgestimmten Buslinien, verlässlichen Bahnanschlüssen und einer ÖPNV-Strategie, die Memmingen, Ostallgäu, Oberallgäu, Mindelheim und das nördliche Schwaben sinnvoll miteinander verknüpft. 

1. Radverkehr im Unterallgäu ausbauen – sicher, alltagstauglich und regional vernetzt 

Radfahren ist ein zentraler Baustein klimafreundlicher Mobilität – gerade auf kurzen und mittleren Strecken zwischen Gemeinden, Ortsteilen und Bahnhöfen. Der Landkreis hat bereits Fortschritte gemacht, doch viele Verbindungen fehlen oder sind unsicher. 

Wir setzen uns ein für: 

  • ein durchgängiges, alltagstaugliches Radwegenetz, das Gemeinden, Ortsteile und regionale Zentren verbindet – mit sicheren Querungen und baulich getrennten Radwegen an stark befahrenen Straßen. 
  • Schul- und Pendelrouten priorisieren, damit Kinder sicher unterwegs sind und Pendler*innen eine echte Alternative zum Auto haben. 
  • regionale Verbindungen schließen, etwa Richtung Memmingen, Bad Wörishofen, Mindelheim, Ottobeuren und zu den Nachbarlandkreisen. 
  • moderne Abstellanlagen an Schulen, Bahnhöfen und Flexibus-Knoten, mit gesicherten Fahrradboxen und Lademöglichkeiten für E-Bikes. 

Unser Ziel: Bis 2035 soll der Radverkehrsanteil deutlich steigen – durch sichere Infrastruktur, klare Wegweisung und ein Radverkehrskonzept, das für den ländlichen Raum funktioniert. 

2. ÖPNV stärken – zuverlässig, vernetzt und als echte Alternative 

Der ÖPNV im Unterallgäu ist vielerorts zu wenig attraktiv, um eine echte Wahl zum Auto zu sein. Entscheidend sind bessere Takte, verlässliche Anschlüsse und eine bessere Einbindung in die umliegenden Regionen. 

Wir wollen: 

  • den Anschluss an den Münchner Verkehrsverbund (MVV) weiterverfolgen, damit Pendlerinnen, Schülerinnen und Gewerbe besseren Zugang zu überregionalen Verbindungen erhalten. 
  • Flexibus und Rufbus-Angebote ausbauen, besonders in kleineren Orten und Ortsteilen – digital buchbar, barrierefrei und mit garantierten Anschlüssen an Bus und Bahn. 
  • Taktverkehre auf Hauptlinien verdichten, insbesondere auf den Achsen Mindelheim–Bad Wörishofen, Mindelheim–Memmingen und Ottobeuren–Memmingen. 
  • bessere Mobilitätsknoten schaffen, an denen Bus, Bahn, Rad und Flexibus nahtlos ineinandergreifen. 
  • Nachtverkehre im Wochenendbereich prüfen, Pilotprojekte initiieren und fördern. , um Jugendlichen, Schichtarbeitenden und Veranstaltungsbesucher*innen sichere Wege zu ermöglichen. 
  • regionale Linien über Landkreisgrenzen hinweg stärken, insbesondere auf den Achsen Memmingen–Kempten, Mindelheim–Kaufbeuren, Bad Wörishofen–Landsberg und Ottobeuren–Kempten. Nur so entsteht ein echtes Mobilitätsnetz für das ganze Allgäu. 
  • mit den Nachbarlandkreisen gemeinsame Fahrplankonzepte entwickeln, damit Anschlüsse verlässlich sind und keine künstlichen Brüche entstehen. 
  • Touristische Mobilität verbessern, z. B. mit saisonalen Linien zu Ausflugszielen, Rundtouren im Allgäu und zusätzlichen Angeboten an Wochenenden. 
  • Ferienticket für Schüler*innen und Auszubildende, damit junge Menschen in den Ferien kostengünstig und flexibel im gesamten Allgäu unterwegs sein können. 
  • den MVV-Anschluss als Baustein eines größeren Allgäu-Verbunds verstehen, damit Pendler*innen und Unternehmen gleichermaßen profitieren. 

Unser Ziel: Ein ÖPNV, der ein Allgäu über Grenzen hinweg verbindet – statt es zu zerteilen. 

Unser Anspruch: Mobilität darf nicht vom Wohnort abhängen – jeder Ortsteil soll erreichbar bleiben.

3. Verwaltung digitalisieren – serviceorientiert und bürgernah 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KV Unterallgäu Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026

  • den MVV-Anschluss als Baustein eines größeren Allgäu-Verbunds verstehen, damit Pendler*innen und Unternehmen gleichermaßen profitieren. 

Unser Ziel: Ein ÖPNV, der ein Allgäu über Grenzen hinweg verbindet – statt es zu zerteilen. 

Unser Anspruch: Mobilität darf nicht vom Wohnort abhängen – jeder Ortsteil soll erreichbar bleiben. 

3. Verwaltung digitalisieren – serviceorientiert und bürgernah 

Eine moderne Verwaltung erleichtert den Alltag und spart Zeit – für Bürger*innen ebenso wie für Mitarbeiter*innen. Im Landratsamt Unterallgäu wurde bereits begonnen, Prozesse zu digitalisieren. Jetzt braucht es den nächsten Schritt. 

Wir setzen uns ein für: 

  • digitale Antragsverfahren als Standard, von der Baugenehmigung über die Kfz-Zulassung bis zu sozialen Leistungen – mit einfachen Formularen, Online-Terminvereinbarung und klaren Bearbeitungsfristen. 
  • digitale Bürgerkonten im Landkreis, die alle wichtigen Vorgänge bündeln und Behördengänge deutlich vereinfachen. 
  • verlässliche digitale Kommunikation, z. B. automatische Statusmeldungen, Erinnerungen und zentrale Dokumentenablage. 
  • papierarme Verwaltung als Ziel, um Kosten zu reduzieren und Ressourcen zu schonen – unter Berücksichtigung von Datenschutz und Barrierefreiheit. 

Unser Plan: Das Unterallgäu soll bis 2030 eine der digitalsten Verwaltungen im ländlichen Raum werden. 

4. Digitale Souveränität – unabhängig, sicher und gemeinwohlorientiert

Digitalisierung muss dem Gemeinwohl dienen. Auch ein Landkreis kann entscheidend Einfluss darauf nehmen, wie sicher, unabhängig und fair digitale Infrastruktur gestaltet wird. 

Wir setzen uns ein für: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KV Unterallgäu Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026

  • Einsatz geprüfter Open-Source-Lösungen, wo immer möglich – für mehr Transparenz, Datensicherheit und langfristige Kostenkontrolle. 
  • regionale Rechenzentren nutzen statt Big-Tech-Abhängigkeit, etwa über kommunale Zweckverbände und bestehende Infrastruktur der öffentlichen Hand. 
  • Breitband und Mobilfunk flächendeckend ausbauen, Breitband und Mobilfunk flächendeckend ausbauen, damit alle Menschen im Unterallgäu zuverlässig angebunden sind – auch in abgelegenen Ortsteilen und Weilern. 
  • offene Daten bereitstellen, z. B. zu Verkehr, Umwelt und Energie – für Bürger*innen, Unternehmen und lokale Initiativen. 
  • Digitale Weiterbildung fördern, u. a. für Senior*innen, Verwaltungsbeschäftigte und Vereine, damit alle sicher und selbstbestimmt digitale Angebote nutzen können. 

Unser Ziel: Ein digital souveränes Unterallgäu, in dem Daten geschützt, Technologie verständlich und digitale Angebote für alle zugänglich sind. 

UNSER VERSPRECHEN: MOBILITÄT UND DIGITALISIERUNG STEIGERN, ZWEI SCHLÜSSEL FÜR EIN VERBUNDENES UNTERALLGÄU  

Wir wollen ein Unterallgäu, in dem Mobilität klimafreundlich, zuverlässig und bezahlbar ist – und in dem digitale Prozesse das Leben vereinfachen statt erschweren. Ein Landkreis, der gut angebunden, innovativ und menschenfreundlich gestaltet ist, kann Lebensqualität, Wirtschaftskraft und Zusammenhalt stärken. Das Unterallgäu verbinden – mobil, digital und zukunftsstark.