Unsere Kreistagsfraktion distanziert sich entschieden von der Haltung Alex Eders zur Corona-Testpflicht an Schulen

Im Facebook-Post des Landrats vom 11.04.2021 werden in unsachlicher, emotionalisierender und populistischer Weise angebliche psychische Gefahren für Kinder durch eine Testung in der Schule heraufbeschworen. 

Mit wenigen Sätzen wird pauschal allen Lehrer*innen die pädagogische Kompetenz und den Eltern die Fähigkeit, ihre Kinder auf eine solche Situation angemessen vorzubereiten, abgesprochen. 

Auch den Kindern wird ein adäquater Umgang mit der Testsituation nicht zugetraut. Das ist schon ein starkes Stück: Da werden Ängste geschürt statt Ermunterung auszusprechen! Diese Art der Argumentation, die nicht auf Wissenschaft, Fakten und Sachlichkeit setzt, ist ein typisches Merkmal für die sogenannte „Querdenken“ Bewegung. Momentan kursiert ein Kettenbrief aus Querdenker- und Reichsbürger-Kreisen mit ähnlichem Inhalt. Wer hat sich da wohl von wem inspirieren lassen? Die Grünen im Landtag fordern in ihrem Positionspapier „Sicheren Präsenzunterricht durch flächendeckende Tests ermöglichen“, für die Klassen 1 – 6 beispielsweise das Pooltestverfahren einzusetzen. Nur mit den beiden Eckpfeilern – regelmäßige Testungen sowie geimpftes Schulpersonal – zusätzlich zu den bestehenden Hygienekonzepten, können wir auch in Pandemiezeiten Präsenzunterricht sicherer gestalten 

und damit Kindern und Jugendlichen ihr soziales Umfeld zurück geben, sowie Familien langfristig entlasten. Die Testung in der Schule grundsätzlich in Frage zu stellen und Eltern und Kinder wie in dem von Alex Eder geschriebenen Post zu verunsichern und zu verunglimpfen lehnen wir entschieden ab. 

Über 90 % der Eltern begrüßen die Corona-Testpflicht an Schulen. Einer kleinen lautstarken Minderheit nach dem Mund zu reden ist nicht Aufgabe des Landrats, oberste Aufgabe ist es, sich um die Gesundheit aller Bürger*innen zu kümmern. Corona-Tests sind hier ein wichtiger Baustein in der Bekämpfung der Pandemie. 

Wir fordern daher Landrat Eder auf, die Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger durch seine wiederholten öffentlichen Verlautbarungen zu beenden und mit aller Kraft die nötigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zu unterstützen, sodass wir wieder schrittweise zur Normalität zurückkehren können.


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