Neues aus dem Gemeinderat

Gemeinderatssitzung Türkheim vom 11. Juni 2026 – Haushalt und zukünftige Nutzung der Keltenschanze

Die Juni‑Sitzung des Gemeinderats war geprägt von zwei großen Themen: Haushalt 2026 und die zukünftige Nutzung der Keltenschanze durch den SV Salamander. Dazu kamen mehrere Beschlüsse zu Bau‑ und Förderthemen.

Schon in der Bürgerfragezeit zeigte sich, wie sehr die anhaltende Trockenheit die Menschen beschäftigt. Bürgermeister Kähler erklärte, dass die Wasserversorgung derzeit gesichert sei, auch wenn der Grundwasserstand niedrig ist. Zudem kam die Anregung zusätzliche Parameter wie Hormone, Antibiotika oder PFAS in die Wasseruntersuchung aufzunehmen.

Haushalt 2026: solide Basis, ernste Aussichten
Im Mittelpunkt der Sitzung stand der Haushalt 2026. Die finanzielle Lage ist momentan noch solide, doch die Aussichten sind deutlich eingetrübt.
Gudrun dankte für die Aufbereitung des Haushalts und hob hervor, wie wichtig nachhaltige Investitionen und die Berücksichtigung von Folgekosten sind. Sie plädierte dafür, Digitalisierung und effizientere Abläufe zu nutzen, um Personalkosten langfristig zu senken, und kritisierte die geringen Ausgaben für Klima‑ und Umweltschutz. Zudem regte sie eine Klausurtagung an, um gemeinsame Leitlinien für den Gemeinderat zu entwickeln.
Weitere Stellungnahmen der Fraktionen und Einzelpersonen zeigten ein breites Spektrum an Einschätzungen. So wurde eine kritischere Betrachtung der Personalkosten angemahnt und mehr Mut zu Einsparungen sowie mehr Transparenz gegenüber der Bevölkerung gefordert. Da die Verschuldung dennoch steigen werde, müsse der Gemeinderat seine Entscheidungen künftig noch ernster nehmen. Weitere Wortmeldungen betonten, dass viele Kosten den Kommunen ohne Einflussmöglichkeiten auferlegt werden, und dass trotz aller Sparsamkeit Optimismus notwendig bleibt.
Die Haushaltssatzung und die Verwendung des zugeteilten Sondervermögens für das Heglerhaus wurden jeweils einstimmig beschlossen.

Antrag SV Salamander: Zukunft der Keltenschanze
Ein weiterer großer Themenblock war die Zukunft der Keltenschanze und der Antrag des SV Salamander zur Erneuerung des Vereinsheims. Die Diskussion zeigte, dass der Wunsch nach einer Wiederbelebung des Geländes groß ist, gleichzeitig aber erhebliche Zweifel am Kostenrahmen bestehen. Die Planung ist noch variabel, ein Beschluss soll nur unter dem Vorbehalt einer Förderzusage erfolgen. Während einige Ratsmitglieder einen Neubau bevorzugen und auf die Bedeutung des Projekts für den Verein hinwiesen, äußerten andere deutliche Bedenken. Gudrun machte klar, dass die Kosten zu hoch angesetzt sind und Alternativen wie eine kleinere Lösung oder Container geprüft werden sollten. Zudem müsse der Zuschuss gedeckelt werden. Auch Fragen zu Unterhalt, Pflege und Vereinbarungen zwischen Gemeinde und Verein wurden angesprochen.
Am Ende stimmte der Gemeinderat mit sechzehn zu eins Stimmen dafür, den Weg für die Förderung freizumachen.

Antrag Johanniter: Unterstützung ja, aber keine Mietzuschüsse
Beim Antrag der Johanniter, Mietkosten zu übernehmen, herrschte im Gemeinderat große Einigkeit. Laufende Mietzuschüsse seien nicht möglich, Unterstützung könne jedoch über die Zuschussliste erfolgen. Auch die Bereitstellung von Räumen für Schulungen soll geprüft werden.
Der Antrag selbst wurde einstimmig abgelehnt.

Heglerhaus: Heizungs- und Lüftungskonzept
Für die Ganztagsbetreuung im Heglerhaus wurden zwei technische Entscheidungen getroffen: Die Heizung wird als Luftwärmepumpe umgesetzt, und bei der Lüftung entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich für Variante drei mit einer Mischung aus dezentraler und zentraler Lüftungsanlage.
Beide Beschlüsse fielen mit klaren Mehrheiten.